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Betriebliche Gesundheitsförderung? Wie und wo beginnen?

Ende April war wieder Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Dieser Aktionstag widmet sich den Themen Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und ist ein guter Anlass, auch mal die Situation am eigenen Arbeitsplatz unter die Lupe zu nehmen.

Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sind Themen, die Ihnen geläufig sind. Sei es, dass Sie sich mit Handschuhen und Mundschutz vor ansteckenden Infektionskrankheiten schützen, sei es, dass Sie Gerätekabel so verlegen, dass weder Sie noch Ihre Patienten darüber stolpern. Ist aber Ihr gesamtes Arbeitsplatzumfeld so, dass es für den Erhalt Ihrer Gesundheit förderlich ist? Denn darum geht es bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. Und diese beginnt schon bei ganz alltäglichen kleinen Dingen und lässt sich leicht umsetzen.

Wie gesund ist Ihr Arbeitsplatz?

  • Entsprechen Schreibtisch und Schreibtischstuhl am Empfang ergonomischen Anforderungen?
  • Verfügt die Mitarbeiterin am Empfang über ein Headset, um Haltungsschäden beim Telefonieren vorzubeugen?
  • Wird darauf geachtet, dass jede Mitarbeiterin die ihr zustehende Pause wahrnehmen kann?
  • Können Überstunden durch Freizeit ausgeglichen werden und ist deren Anhäufung nach oben begrenzt?
  • Werden die Mitarbeiter mit Aufgaben betraut, denen sie sich gewachsen fühlen und die sie gern übernehmen?
  • Wechseln die Mitarbeiter regelmäßig die „Arbeitsplätze“ in der Praxis, damit alle im Wechsel mit stressigen und weniger stressigen Tätigkeiten betraut sind?
  • Ernähren sich die Mitarbeiter in der Mittagspause ausgewogen, indem z. B. ein regelmäßig aufgefüllter Obstteller das Angebot bereichert?
  • Können sich die Mitarbeiter vertrauensvoll an eine dafür verantwortliche Kollegin wenden, wenn sie beispielsweise psychische Probleme (Sucht, Depression etc.) haben?
  • Funktioniert die interne Kommunikation? Sind alle darüber informiert, was sie wissen müssen, um ihre Arbeit gut zu machen und sich im Team wohlzufühlen?
  • Lassen sich kleine Bewegungseinheiten, an denen alle gemeinsam teilnehmen, in den Praxisalltag integrieren?
  • Und noch vieles mehr.


Fragen Sie bei Ihrer Praxisleitung oder Praxismanagerin einfach mal nach und setzen Sie sich zusammen, um gemeinsam zu überlegen, was betriebliche Gesundheitsförderung in Ihrer Praxis bedeutet und wie sie sich durch geeignete Maßnahmen umsetzen lässt. Betriebliche Gesundheitsförderung geht alle an.

Bei welcher Krankenkasse sind Sie und Ihre Kolleginnen mehrheitlich versichert? Erkundigen Sie sich dort und lassen Sie sich beraten. Arbeitgeber können sich direkt an die BGF-Koordinierungsstelle der GKV wenden, um sich dort Unterstützung für eine praxisgerechte Gesundheitsstrategie zu holen.