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Etablieren Sie Ihr praxisinternes Vorschlagswesen

Jede Praxis – und sei sie noch so gut geführt – kann sich verbessern. Denn das Gesundheitswesen wandelt sich ständig. Das bringen medizinische Forschung, neue IT-Programme und geänderte Ansprüche Ihrer Patienten mit sich. Als MFA kennen Sie Ihre Praxis und Ihre Kolleginnen. Deshalb wissen Sie, was verbessert werden kann und Ihnen darüber hinaus in Zukunft den Arbeitsalltag erleichtert.

Ihre guten Ideen sollen in der Praxisroutine nicht verloren gehen. Um einen Verlust zu verhindern, eignet sich ein systematisches, praxisinternes Vorschlagswesen. Es ist einfach einzurichten. So können Sie Ideen auch dann festhalten, wenn die Zeit knapp ist.

SIEBEN FRAGEN für ein erfolgreiches Vorschlagswesen

  • Wenn einzelne Personen allein entscheiden, gehen wertvolle Ideen des Teams verloren. Dürfen in Ihrer Praxis alle Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge machen?
  • Können zu allen Angelegenheiten von allen Vorschläge gemacht werden? Wird auch die Reinigungskraft, die maßgeblich zur Hygiene beiträgt, einbezogen?
  • In welcher Form müssen die Vorschläge eingereicht werden? Ein Notizzettel reicht für konkrete Stichworte. Eine E-Mail bietet mehr Platz und lässt sich gut speichern.
  • Gibt es eine Sammelbox – als Schuhkarton oder virtuell?
  • Wer prüft und bewertet die Verbesserungsvorschläge? Das könnte der Praxisinhaber tun. Möglich wäre auch, dass Ihre Praxismanagerin – sofern Ihre Praxis eine solche beschäftigt – eine kleine
  • Arbeitsgruppe einrichtet, die sich regelmäßig trifft.
  • Wie werden die Vorschläge auf ihr Verbesserungspotenzial geprüft? Manchmal hilft es, die Patienten zu fragen, was sie sich wünschen.
  • Dürfen Kosten entstehen, wenn etwas angeschafft wird, um es auszuprobieren?
  • Gibt es für brauchbare Vorschläge eine Prämie? Wenn ja, was könnte das sein? Gutscheine bieten sich an, denn so kann jeder nach seinen eigenen Vorlieben entscheiden.
  • Nach welchen Kriterien bemisst sich die Höhe der Prämie? Eine Messlatte könnte das Einsparpotenzial eines Vorschlags sein.

 

Ein systematisches Vorschlagswesen tut der Praxis gut. Es hilft, Ideen intensiver zu fördern. Einmal im Jahr, z. B. bei der Weihnachtsfeier, kann der „Vorschlag des Jahres“ prämiert werden. Lassen Sie Ihre Patienten an guten Ideen teilhaben Beziehen Sie Ihre Patienten mit ein. Stellen Sie patientenfreundliche Neuerungen im Wartezimmer vor. Nennen Sie den Namen der Kollegin, die die Idee hatte, und fügen Sie ein Foto von ihr hinzu. So entstehen neue Gesprächsthemen. Die Patienten fühlen sich ernst genommen, da Sie auf ihre Wünsche eingehen.

 

TIPP: PINNWAND ODER TAFEL

Sammeln Sie Stichworte zu Ihren Verbesserungsvorschlägen auf einer Pinnwand oder einer Tafel im Personalraum. Dort kann jeder spontan festhalten, was er verbessern möchte.