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Jobsuchende der Generation Z wünschen sich eine sinnerfüllte Arbeit

Im August 2019 ist das Korn Ferry Beratungsunternehmen der Frage nachgegangen, wie sich die Generation Y (Jahrgänge 1982 bis 1996) von der Generation Z (Jahrgänge 1997 bis 2010) unterscheidet. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die jüngste Generation – also die Jahrgänge 1997 bis 2010 – optimistisch, sinn-orientiert und weniger gestresst ist als die Angehörigen der Generation Y. Machen Sie sich bei der Suche nach einer neuen Mitarbeiterin oder Auszubildenden dieses Ergebnis zunutze. Insbesondere die Sinn-Orientierung kann Ihnen helfen, eine unbesetzte Stelle neu zu besetzen.

Wenn es darum geht, neues Personal zu finden, tun sich viele Praxen heute schwer. Nicht nur müssen sie neue Wege gehen, um überhaupt auf sich aufmerksam zu machen. Beispielsweise in sozialen Medien wie Facebook und Instagram eine Anzeige schalten. Sie müssen auch mit Extras punkten, durch die sie sich von anderen Praxen unterscheiden und die sie für Jobsuchende attraktiver machen als ihre Konkurrenten.

In manchen Regionen, beispielsweise in München, müssen Arztpraxen schon ihre Sprechzeiten reduzieren, weil sie kein Personal finden. So berichtete die Süddeutsche Zeitung unlängst, dass der Markt für Medizinische Fachangestellte hier praktisch leergefegt sei. Philipp Schoof, Obmann des Berufsverbands für Kinder- und Jugendärzte, beklagt im Interview, dass inzwischen Ärzte die Aufgaben der MFAs übernommen hätten.

Man sollte meinen, dass Urlaubsanspruch, Tarifgehalt oder sogar eine übertarifliche Bezahlung, Fortbildungen, Weihnachts- und Urlaubsgeld, betriebliche Vorsorge und Boni Mittel sind, mit deren Hilfe personalsuchende Praxen ihre Konkurrenten ausstechen können. Doch weit gefehlt. Zumindest in München. Dort zahlt der Zahnarzt Wolfgang Wagner seiner Zahnmedizinischen Fachangestellten für 25 Wochenstunden 3500 Euro brutto im Monat, plus Tankgutschein, 13. Monatsgehalt und zehn Wochen Urlaub im Jahr. Paradiesische Verhältnisse, die sich nur die wenigsten Ärzte leisten können. Und die trotzdem nicht immer ziehen, denn der Zahnarzt sucht weiterhin händeringend Personal, bislang erfolglos, so berichtet die Zeitung weiter.

Die Arbeit von MFAs und ZFAs ist sinnstiftend!

Auch immaterielle Werte wie der Sinn, den eine Arbeit macht, sind bei der Suche nach neuem Personal nicht zu unterschätzen. Und da können Sie gerade bei den Jüngsten unter den Nachwuchskräften punkten. Denn kranken Menschen zu helfen, damit sie wieder gesund werden oder zumindest gut mit ihrer Krankheit leben können, ist sehr sinnvoll und trägt wesentlich dazu bei, sich in seinem Job wohlzufühlen und die eigene Tätigkeit als erfüllend zu erleben.

Vermutlich können Sie diese Einschätzung bestätigen, selbst wenn Sie selbst nicht der Generation Z angehören. Denn die Anforderungen an den Beruf der MFA und ZFA sind in den letzten Jahren gestiegen und der Stresslevel hat zugenommen. Wenn da nicht der Sinn Ihres Jobs wäre, hätte die eine oder andere Kollegin vielleicht schon das Handtuch geworfen. Warum also nicht an erster Stelle mit dem Wesenskern Ihrer Arbeit Bewerberinnen und Bewerber überzeugen? Und der besteht darin, dass Ihre Arbeit Spaß macht und ausfüllt, weil Sie tagein tagaus dafür sorgen, dass sich Ihre Patienten bei Ihnen gut aufgehoben fühlen und immer gerne in die Praxis ihres Vertrauens wiederkommen.

Ihre Praxiskultur kann den Ausschlag geben

Bereiten Sie sich auf ein Bewerbungsgespräch gut vor und überlegen Sie sich:

  • Wer sind Ihre Patienten?
  • Welche Leistungen bieten Sie an?
  • Was zeichnet Ihren Service aus?
  • An welchen Werten orientiert sich das ganze Team?
  • Leben Sie Ihr Praxisleitbild im täglichen Umgang mit Ihren Patienten und im Team?


Wenn Sie sich diese Dinge bewusst machen, können Sie sie im Gespräch der Bewerberin vermitteln und den Fokus darauf legen. Aber behaupten Sie nichts, was nicht der Wirklichkeit entspricht. Sie wirken nur überzeugend, wenn Sie authentisch sind.

Viel Glück!