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Mit RESIST zu weniger Antibiotika

„Ich will ein Antibiotikum.“ Wenn Patienten das fordern, heißt es noch lange nicht, dass ein Antibiotikum ihnen helfen würde. Das Modellprojekt RESIST sollte helfen, Patienten besser darüber zu informieren. Ist das gelungen?

Das Wort „resist“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „widerstehen“ oder sogar „sich sträuben“. Beim Projekt RESIST steht das Wort außerdem für „RESISTenzvermeidung durch adäquaten Antibiotikaeinsatz bei akuten Atemweginfektionen“. Mit diesem auf zwei Jahre angelegten Projekt wollten der Verband der Ersatzkassen und acht KVen zu einem Nachdenken über die Vergabe von Antibiotika beitragen. Sie werden vor allem bei Infekten der oberen und unteren Atemwege verordnet. Einerseits sollen vor allem Haus-, Kinder- und HNO-Ärzte weniger verschreiben. Andererseits sollen Patienten seltener Antiobiotika fordern.

Antibiotika helfen häufig nicht bei Atemwegsinfekten

Als MFA erleben Sie immer wieder, dass das Unwissen der Patienten groß ist: Viele denken beispielsweise, dass ein Virusinfekt mit einem Antibiotikum geheilt werden könne. Vermitteln Sie Ihren Patienten, dass Antibiotika nur gegen bakterielle Infektionen helfen. Atemwegserkrankungen sind aber meist auf Viren zurückzuführen. Ein Antibiotikum würde gar nicht helfen. Mit Bettruhe ist möglicherweise viel mehr gewonnen.

Grundsätzlich muss der Arzt die Risiken gegen den Nutzen abwägen, denn Antibiotika haben Nebenwirkungen und fördern Resistenzen. Vor allem diese Resistenzen beunruhigen Wissenschaftler, Ärzteverbände und Gesundheitspolitiker. Denn wenn Antibiotika nicht mehr gegen schwer verlaufende bakterielle Infektionen helfen, stößt das Gesundheitssystem schnell an seine Grenzen – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Zahl der Verordnungen nimmt ab

Der Verband der Ersatzkassen wertet das RESIST-Projekt als Erfolg. Es zeige, dass eine bessere Kommunikation zwischen Patient und Praxisteam dazu beiträgt, weniger Antibiotika zu verordnen. Es sei sinnvoll, Ärzte gezielt fortzubilden und die Patienten über Flyer, Praxisposter und Infozepte zu informieren. Das belegen die Zahlen: Bei den Praxen, die am Projekt teilnahmen, erhielten in der Wintersaison 2016/2017 26 Prozent der Patienten mit Atemwegsinfekten ein Antibiotikum. In der Saison 2018/2019 waren es nur noch 20 Prozent.

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