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Mutationen: Das Corona-Virus verändert sich ständig

Viren mutieren. Sie tun es einfach. Auch das Erbgut von Sars-CoV-2 verändert sich im Schnitt etwa alle zwei Wochen. Die Frage ist, ob es dadurch gefährlicher wird.

Es gehört zur Evolution, dass Lebewesen sich bei der Vermehrung genetisch wandeln – durch Zufall. Genetiker nennen es Mutation. In späteren Generationen überleben die Lebewesen, die sich dank des veränderten Erbgutes besonders gut an ihre Umgebung anpassen konnten. Sie sichern das Überleben ihrer Art. Ein Beispiel: Der Schmetterling mit dem Namen Birkenspanner war ursprünglich weiß mit schwarzen Einsprengseln. Auf Birken konnte er sich wunderbar tarnen. Als die Industrialisierung im 19. Jahrhundert die Birken schwarz färbte, wurden die Birkenspanner gefressen. Es überlebten nur diejenigen, deren Flügel durch zufällige Mutation schwarz geworden waren.

Virus mit Stammbaum

Da Viren sich noch schneller als Schmetterlinge vermehren, mutieren sie besonders häufig. Weltweit sind inzwischen zahlreiche unterschiedliche Sars-CoV-2-Virenstämme analysiert worden, wie die Wissenschaftler von Nextstrain an Schaubildern zeigen. Der Berliner Virologe Dr. Christian Drosten spricht von „Ästen eines unterschiedlichen Stammbaums“. Kurios: Das Virus, das die chinesischen Behörden in Peking zurzeit sehr beunruhigt, unterscheidet sich von dem Virus, mit dem die Pandemie vor einem halben Jahr in Wuhan ihren Anfang nahm.

Sars-CoV-2 könnte harmloser werden

Spannend ist nun, ob Sars-CoV-2 durch die Mutationen gefährlicher wird. Auch stellt sich die Frage, ob ein Impfstoff – wenn er denn endlich auf den Markt kommt – vor allen Virenstämmen schützt. Darauf haben die Wissenschaftler Antworten, die hoffen lassen. Der Virologe Richard Neher meint, dass das Virus bereits recht stabil sei. Ein Anzeichen dafür: Es mutiert nur etwa alle zwei Wochen. Für ein weltweit verbreitetes Virus ist das eine recht lange Zeitspanne.

Sars-CoV-2 könnte sogar für den Menschen harmloser werden. Aus Sicht der Evolution wäre das für das Virus gut. Denn es möchte sich vermehren und möglichst viele Menschen befallen. Das gelingt ihm besser, wenn bereits infizierte Menschen möglichst fit auf viele andere Menschen treffen. Wer schwer krank auf der Intensivstation liegt, verbreitet das Virus kaum. Aber Vorsicht: Es handelt sich hier um eine Theorie, die wissenschaftlich noch nicht belegt ist.

Ziel ist ein Impfstoff mit breiter Wirkung

Virologen gehen auch nicht davon aus, dass ein zukünftiger Impfstoff wegen Mutationen wirkungslos wird. Ziel der weltweiten Forschung ist, einen möglichst breiten Impfstoff zu entwickeln. Anders ist das bei antiviralen Medikamenten. Dort können Mutationen schnell zu Resistenzen führen.

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