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Psychisch Kranke leiden besonders unter COVID-19 und der Pandemie

Der Teil-Lockdown soll helfen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Für Menschen mit Depressionen bedeutet er häufig das Gegenteil. Sie vereinsamen, ihre psychische Situation verschlechtert sich. Denn Kontakte zu anderen Personen – seien es Therapeuten, Familienmitglieder oder Freunde – sind für sie besonders wichtig.

Dem Deutschland-Barometer Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zufolge hatte der Lockdown im vergangenen Frühjahr massive Folgen für die psychische Gesundheit. Depressiv Erkrankte erlebten den Lockdown deutlich belastender als die Allgemeinbevölkerung (74 % zu 59 %), sie litten unter einer fehlenden Tagesstruktur (75 % zu 59 %) und blieben tagsüber häufiger im Bett (48 % zu 21 %). Nach Angaben der Stiftung stieg damit das Risiko, in einen Teufelskreis und damit noch tiefer in die Depression zu geraten.

Videosprechstunde ist oft nicht möglich

Mit dem aktuellen Teil-Lockdown wächst dieses Risiko erneut. Die Kontaktbeschränkungen lassen vereinsamen. Die Videosprechstunde, die sich inzwischen bei vielen Psychotherapeuten und Psychiatern durchgesetzt hat, ist nicht für alle Erkrankten zugänglich. Ihnen fehlen die Technik und das nötige Know-how. Telefongespräche können die vertrauensvolle Sitzung bei einem Therapeuten, bei der es um sehr intime Dinge gehen kann, nicht voll ersetzen. All das ist mit Beginn der dunklen Jahreszeit kein Lichtblick, zumal allein die Zahl der Menschen mit Depression in Deutschland bei 5,3 Millionen liegt. An Depression sind derzeit 11,3 % der Frauen und 5,1 % der Männer erkrankt – andere psychische Erkrankungen wie Angst- und Essstörungen oder Phobien nicht mitgerechnet.

Höheres Risiko wegen Vorerkrankungen

Sorge bereitet außerdem das höhere Infektionsrisiko. Psychisch kranke Personen erkranken häufiger an COVID-19. Einige von ihnen haben ein geringeres Risikobewusstsein.

Durchschnittlich betrachtet sind die Verläufe psychisch Kranker schwerer als die von psychisch gesunden Patienten. Die Gründe dafür sehen Mediziner in den Vorerkrankungen: Ein großer Teil psychisch kranker Menschen rauche, bewege sich zu wenig und habe wegen der Psychopharmaka ein höheres Risiko von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Damit ist auch das Sterberisiko bei einer SARS-CoV-2-Infektion größer. All das zeigt, dass psychisch kranke Menschen eine besondere Risikogruppe bilden und ebenso wie andere Risikopatienten besonders geschützt werden müssen.

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