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Gynäkologen empfehlen, Schwangere gegen COVID-19 zu impfen

Bisher werden schwangere und stillende Frauen in Deutschland nur dann gegen COVID-19 geimpft, wenn sie Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas haben. Es handelt sich um Einzelfallentscheidungen. Das könnte sich bald ändern. Denn die gynäkologischen Fachgesellschaften bewerten das Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion für Mutter und Kind inzwischen höher als das Impfrisiko.

Die Bilder von schwangeren Frauen auf den Intensivstationen lassen niemanden kalt. Seit April 2020 zählte das deutsche CRONOS-Register 1905 Schwangere, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten. 4 % von ihnen mussten intensivmedizinisch behandelt werden, teilweise mit Beatmungsgerät. Eine werdende Mutter starb. Selbst wenn die Infektion asymptomatisch verläuft, besteht eine erhöhte Gefahr einer Schwangerschaftsvergiftung.

Auch für das Baby birgt eine SARS-CoV-2-Infektion höhere Risiken als bei einem Baby, dessen Mutter nicht infiziert ist: Es könnte zu früh oder sogar tot zur Welt kommen. Oder es müsste auf einer Intensivstation für Neugeborene behandelt werden.

Es sollte ein mRNA-Impfstoff sein

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) empfehlen nun nach sorgfältig geführter Nutzen-Risiko-Abwägung, Schwangere zu impfen. Es solle sich um einen mRNA-Impfstoff, also Biontech/Pfizer oder Moderna, handeln. Daten aus den USA zeigten, dass es nicht zu vermehrten schwangerschaftsbedingten Komplikationen wie Fehl- oder Totgeburten, Fehlbildungen oder Säuglingssterben komme.

In welchem Schwangerschaftsdrittel geimpft werden sollte, sagen die Gynäkologen nicht. Deshalb kann vorausgesetzt werden, dass jedes Drittel geeignet ist. Die Experten gehen davon aus, dass werdende Mütter die von ihnen gebildeten Antikörper an das Ungeborene weitergehen.

Weiterhin wird empfohlen, dass Kontaktpersonen wie werdende Väter, Partnerinnen und Hebammen geimpft werden.

Stillende Frauen sollen auch geimpft werden

Mütter, die ihr Baby stillen, gehörten bisher ebenfalls nicht zu den Gruppen, für die die STIKO eine Impfung empfiehlt. Auch sie sollten nach Ansicht der Gynäkologen mit einem mRNA-Impfstoff immunisiert werden. Es gebe ähnlich geringe Nebenwirkungen wie bei schwangeren Frauen. Auch übertrügen sich die Antikörper über die Muttermilch auf das Baby – der sogenannte Nestschutz funktioniere. Nach der Impfung müsse keine Stillpause eingelegt werden.

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