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Nun ist die beste Zeit, um Heilkräuter selbst anzubauen

Heilkräuter spielen in der Naturheilkunde eine zentrale Rolle. Sie lindern Beschwerden und helfen, Krankheiten vorzubeugen. Doch sie haben noch viele weitere Vorteile: In der Küche verfeinern sie so manches Gericht, sie duften herrlich und sie lassen sich selbst anbauen. Nur zu!

Die Liste der Heilkräuter ist unendlich lang. Je nach Region und Natur hat jedes Volk seine eigenen Heilkräuter kultiviert – sei es im Klostergarten oder in wilden Flussauen, in Bauerngärten oder kargen Gebirgslandschaften. Dies sind nur einige der Heilkräuter, die heute bei uns regelmäßig als Tee oder Tinktur angewendet werden.
 

  • Salbei vertreibt Mundgeruch und hilft bei Verdauungsproblemen und Halsschmerzen.
  • Pfefferminze lindert Krämpfe, Verdauungsprobleme und Übelkeit.
  • Petersilie wirkt harntreibend. Das ist gut, um Bakterien auszuspülen. Sie wird auch gegen Kopf- und Nervenschmerzen eingesetzt.
  • Johanniskraut wirkt gegen Lustlosigkeit und hellt die Stimmung auf.
  • Zimt und Ringelblume machen warm.
  • Fenchel eignet sich für stillende Mütter, denn er regt die Milchproduktion an und beruhigt die Verdauung des Babys. Außerdem hilft er gegen Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Blähungen und Husten.
  • Kamille gilt als kleines Wunderwerk. Sie hilft u.a. gegen Blähungen, Blasenschwäche, Juckreiz und Schlaflosigkeit.
  • Löwenzahn gilt als Unkraut, enthält jedoch viele Vitamine, Kalium, Phosphor und Magnesium. Er hilft gegen Magenverstimmungen, Blähungen und regt die Nieren an.
  • Rosmarin ist gut gegen Verdauungsbeschwerden, Erschöpfungszustände und leichtere psychische Beschwerden.

So schaffen Sie sich ein eigenes Kräuterparadies

Haben Sie Lust bekommen, sich selbst ein kleines Kräuterparadies zu schaffen? Dann geben wir Ihnen hier Tipps für drei anspruchslose Pflanzen, die auch Gärtnerinnen mit wenig Erfahren gelingen. Wir empfehlen Samen in Bioqualität, die es in jedem größeren Fachgeschäft und im Onlinehandel gibt. Sie stammen aus verantwortungsvoller Produktion. Alle Samen können im Balkonkasten, Terrassentopf, Hochbeet oder Garten ausgesät werden.

Kamille: Die Samen sollten ab April ausgebracht werden. Da sie Lichtkeimer sind, dürfen sie nicht mit Erde bedeckt werden. Drücken Sie die Samen einfach gut in der feuchten Erde an und fügen Sie etwas Komposterde hinzu. Nach dem Keimen nehmen Sie die schwachen Pflanzen heraus, damit die starken Pflanzen gut wachsen können. Ernten Sie, kurz bevor die Kamille verblüht ist. Zur Heilung wird ausschließlich der gelbe, getrocknete Blütenkopf genutzt. In ihm sind alle ätherischen Öle enthalten. Die Blütenköpfe lassen sich zu einem Tee aufgießen, der getrunken oder als Tinktur äußerlich angewendet werden kann.

Pfefferminze: Bringen Sie die Samen aus oder pflanzen Sie kleine Ableger ein. Achten Sie dabei auf genügend Platz, denn Pfefferminze wächst breit und hoch. Kamillen mag sie in ihrer Umgebung überhaupt nicht. Die beste Erntezeit ist vor der Blüte, also im Mai. Dennoch kann die Pfefferminze bis in den Herbst geerntet werden. Die ätherischen Öle befinden sich in den Blättern, die gut zu einem Tee aufgegossen werden können. Auch die Stängel dürfen in den Tee. Die Samen der Pfefferminze säen sich selbst aus. Auch verbreiten ihre flachen Wurzeln sich gern unterirdisch. Wer nicht möchte, dass sie sich im Garten verbreitet, baut sie im Topf an.

Rosmarin: Diese kleinen Sträucher sind nicht winterhart. Deshalb wird der Romarinsamen am besten im Topf ausgesät. Der sollte unten ein Loch haben, denn Rosmarin mag keine Staunässe. Dafür verzeiht er Ihnen, wenn Sie ihn längere Zeit nicht gießen. Er möchte in möglichst sandiger Erde wachsen. Schneiden Sie ihn regelmäßig, damit er buschig wächst. Rosmarin fühlt sich neben Lavendel und Thymian wohl. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird er verwendet, um das Qi zu regulieren.

Hier gibt es weitere Informationen zu Heilkräuterpflanzen.

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