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Omikronwelle lässt Arbeitsbelastung steigen

Haben auch Sie das Gefühl, dass die Omikronwelle Ihr Praxisteam an seine Grenzen geführt hat? Dann sind Sie nicht allein. Einer Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zufolge geben fast 85 % aller befragten Hausarztpraxen an, dass ihre Arbeitsbelastung stieg. Außerdem geht es in dieser News um die STIKO-Empfehlung zum Impfstoff Novavax und die politische Verantwortung von Entscheidungen wie zum Genesenenstatus.

Für Menschen, die sich mit der Omikron-Variante infiziert haben, ist laut britischen Wissenschaftlern das statistische Risiko, ins Krankenhaus zu müssen, um zwei Drittel geringer als für all jene, die sich mit der Delta-Variante angesteckt haben. Auch ist für sie die Gefahr, an Long-Covid zu erkranken und die Symptome monatelang nicht loszuwerden, geringer. Dennoch hält Omikron die Praxen in Atem. Die Hauptgründe für die mit Omikron gewachsene Arbeitsbelastung sind laut Zi:

  • mehr Kommunikation mit den Patienten zu den Schutzmaßnahmen
  • mehr Corona-Tests und
  • zusätzliche Impfangebote.
     

Zudem hat SARS-CoV-2 in den Praxisteams Spuren hinterlassen. Wenn eine Kollegin ausfällt, weil sie sich mit Corona infiziert hat, fangen die übrigen ihre Arbeit auf. Das zehrt an den Kräften. Und noch ein Faktor stresst: Aus Sicht der Praxisteams ist die Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern unverändert schlecht.
 

Die Arbeitsbelastung in Zahlen

Dies sind einzelne Zahlen aus der Zi-Umfrage von Anfang Februar 2022:

  • 78 % der befragten Hausarztpraxen machten zusätzlich zur regulären Sprechstunde Impfangebote. Hauptgrund: Die hohe Nachfrage der Patienten.
  • Bei 84,9 % der Hausarztpraxen gab es mehr zu tun als vor der Omikronwelle. Bei 12,3 % bleib das Arbeitspensum unverändert, 2,3 % hatten weniger zu tun. 0,5 % machten keine Angabe.
  • Bei den Facharztpraxen ist das Bild etwas anders. Dort erhöhte sich die Arbeitsbelastung bei 57 %. Bei 35,5 % blieb sie gleich, bei 6,9 % ging sie zurück. 0,6 % machten keine Angabe.
  • Hatten Praxen weniger zu tun, waren dies die Hauptgründe: Isolation bzw. quarantänebedingte Terminabsagen der Patienten, Terminabsagen ohne Corona-Hintergrund sowie Ausfälle des Praxispersonals.
     

Das Zi fand zudem heraus, dass 95 % der Hausärzte und 93 % der Fachärzte gegen das Coronavirus geimpft sind. Bei den MFAs seien in den Hausarztpraxen 93 % und in Facharztpraxen 90 % immunisiert.
 

Die Impfung mit Novavax kann beginnen

In Deutschland wird heute die erste Lieferung des Novavax-Impfstoffes mit dem Namen Nuvaxovid erwartet. Es sollen 1,4 Millionen Dosen sein. Gesundheitspolitiker hoffen, dass sich damit die Impflücke schließen lässt. Denn Nuvaxovid beruht auf einer klassischen Impftechnologie und könnte von Impfskeptikern eher akzeptiert werden als die neuartigen mRNA-Impfstoffe. Die STIKO empfiehlt den Impfstoff von Novavax alternativ zu den bereits eingesetzten COVID-19-Impfstoffen bei Personen ab 18 Jahren. Es soll zwei Impfstoffdosen im Abstand von drei Wochen geben. Für Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit wird der Impfstoff mangels Daten zu den Nebenwirkungen nicht empfohlen. Nuvaxovid kann gleichzeitig mit einem Influenza-Totimpfstoff verabreicht werden. Zur Verabreichung anderer Tot- und Lebendimpfstoffe empfiehlt die STIKO einen Abstand von 14 Tagen.
 

Lauterbach will selbst entscheiden

Schlechte Stimmung verursachte im vergangenen Januar die Entscheidung des Robert Koch-Instituts (RKI), den Genesenenstatus plötzlich von 6 auf 3 Monate zu verkürzen. Das PKV Institut berichtete. Nun hat das Vorpreschen des RKI Konsequenzen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will Entscheidungen wie diese künftig selbst treffen. Sein Argument: Er trägt die politische Verantwortung, also möchte er auch entscheiden.

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