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Bald beginnen in den Arztpraxen die Auffrischimpfungen gegen COVID-19

Das Bundesgesundheitsministerium hat bestätigt, dass vom 1. September 2021 Auffrischimpfungen in Arztpraxen möglich sind. Dazu ist bei der Bestellung kein separates Rezept notwendig. Überhaupt wird das Bestellen der COVID-19-Impfstoffe einfacher. Außerdem geht es in dieser News um den Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts zur Corona-Schutzimpfung und ihren Nebenwirkungen.

Schon für die aktuelle Bestellung von den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, AstraZeneca und Johnson & Johnson ist nur noch ein Rezept notwendig. Darüber informiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Eine Trennung nach Erst- und Zweitimpfungen ist nicht mehr nötig. Auch für Auffrischimpfungen gibt es kein separates Rezept. Darauf geben Sie lediglich an, wie viele Dosen Sie von welchem Impfstoff für die Woche benötigen.
 

Details zur Auffrischimpfung sollen noch folgen

Wer Anspruch auf eine Booster-Impfung hat und wie lang der Abstand zu den vorangegangenen Impfungen gegen COVID-19 sein soll, steht noch nicht fest. Es wird erwartet, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) hierzu eine Empfehlung abgibt. Den Gesundheitsministern der Bundesländer zufolge sollen Pflegebedürftige und Personen ab 80 Jahren sowie immunsupprimierte und immungeschwächte Patienten erneut geimpft werden. Außerdem soll Personen, die mit dem Vakzin von AstraZeneca oder Johnson & Johnson geimpft wurden, eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden.
 

Melden Sie auch die Auffrischimpfungen täglich

Zur Dokumentation der Auffrischimpfungen passt die KBV ihr Impf-DokuPortal an. Geben Sie in Zukunft zusätzlich zu den Erst- und Abschlussimpfungen die Auffrischimpfungen des jeweiligen Tages an – wie bisher getrennt nach dem verwendeten Impfstoff sowie die Anzahl der unter 18-Jährigen und über 60-Jährigen. Die Pseudoziffern für die Abrechnung hat die KBV bereits festgelegt. Sie werden mit dem nächsten Sonder-Update ab September in der Praxissoftware bereitstehen.
 

Bilanz des PEI: Herzmuskelentzündungen nach Impfung sind sehr selten

58,9 Prozent der Bundesbürger sind vollständig geimpft, 99,3 Millionen Impfdosen wurden bisher verabreicht. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) meldet, dass bis zum 1. August 2021 insgesamt 131.671 Menschen wegen des Verdachts einer Impfnebenwirkung oder einer Impfkomplikation behandelt werden mussten. Darunter waren 24 Fälle von Herzmuskelentzündungen im Zusammenhang mit einer mRNA-Impfung bei Jugendlichen. 22 Herzmuskelentzündungen trafen junge Männer. Den Patienten ging es vergleichsweise gut. Sie hatten sich kurz nach der zweiten Impfung ihrem Arzt oder dem Krankenhaus mit Brustschmerzen vorgestellt. Manche hatten zudem Fieber. Wegen des relativ unkomplizierten Verlaufs bewertet das PEI das Nutzen-Risiko-Verhältnis der mRNA-Impfstoffe weiterhin positiv.

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