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Coronavirus: Hersteller kündigen mehr Impfstoff an

Schwierig, holprig, verpatzt – dem Impfstart in Deutschland wurde bisher kein gutes Zeugnis ausgestellt. Nun bewegt sich was: Die beiden Hersteller Biontech und Astra Zeneca wollen mehr Impfstoff an die Europäische Union liefern als ursprünglich angekündigt. Außerdem soll sich die Priorisierung bei der Impfung etwas verändern. Wer in einem Gesundheitsberuf arbeitet, könnte eher drankommen.

Eine gute Nachricht vorweg: Die Impfbereitschaft in Deutschland nimmt zu. Die Universität Mainz meldet, dass sich inzwischen etwa 87 Prozent der Bundesbürger impfen lassen möchten. Auch bei der Menge der Impfstoffe geht es in die richtige Richtung. Hersteller Biontech meldet, dass er seine Produktion ausbaue. Der EU würden im zweiten Quartal 75 Millionen zusätzliche Impfdosen geliefert. Davon stehen Deutschland 13,95 Millionen zu.

Impfstoff von Astra Zeneca für Menschen unter 65

Viel Aufregung gab es um die Lieferschwierigkeiten des britisch-schwedischen Impfstoffherstellers Astra Zeneca. Er kündigt an, in diesem Quartal 40 Millionen weitere Impfdosen an die EU zu liefern als noch vor einer Woche mitgeteilt. Dieser Impfstoff ist nach denen von Biontech/Pfizer und Moderna der dritte, der in der EU zugelassen wurde. Allerdings gibt es bisher kaum Daten über die Wirksamkeit bei Personen, die älter als 65 Jahre alt sind. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher, ihn nur an Erwachsene unter 65 Jahren zu verimpfen. Deshalb wird die Priorisierung sich etwas ändern. Wer in der Medizin oder in der Pflege tätig ist, könnte schneller einen Impftermin bekommen und den Impfstoff von Astra Zeneca erhalten.

Wirksam nach nur einer Impfung?

Hoffnung gibt ein weiteres Präparat, der Impfstoff Ad26.COV2-S von Janssen Pharmaceuticals, einem Tochterunternehmen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson. Der Vorteil: Dieser Impfstoff könnte schon nach einer einzigen Dosis den vollen Schutz entfalten. So das Ergebnis einer Studie, an der allerdings nur Erwachsene unter 55 Jahren teilnahmen. Zudem soll die Wirksamkeit geringer sein als bei den Präparaten von Biontech und Moderna. Ein weiterer nicht unerheblicher Vorteil dieses neuen Impfstoffs ist, dass er sich in einem normalen Kühlschrank aufbewahren ließe. Und deshalb gerade für Hausarztpraxen infrage kommt. Seine Zulassung in der EU soll noch im Februar beantragt werden. Die EU hat sich bereits 400 Millionen Dosen gesichert.

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