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Delta verdrängt Alpha – vierte Coronawelle befürchtet

Die (in Indien erstmalig aufgetretene) Deltavariante (B.1.617.2) des Coronavirus ist in Europa nicht nur auf dem Vormarsch, sie hat sich in mehreren Ländern bereits als dominante Form durchgesetzt. Die (früher als britische Mutation bezeichnete) Alphavariante (B.1.1.7), die seit März 2021 vorherrschte, ist auf dem Rückzug. Damit ziehen neue Risiken auf. Politik und Medizin warnen vor einer vierten Welle.

Die Deltavariante breitet sich in Europa schnell aus, vor allem Großbritannien ist betroffen. Dort zeichnet sich eine vierte Coronawelle ab, es gehen bereits jetzt etwa 90 % der Infektionen auf die Deltavariante zurück. Allerdings gibt es in Großbritannien die Hoffnung, dass die Zahl schwerer Erkrankungen geringer ausfallen wird als während der ersten drei Coronawellen. Denn obwohl die Infektionszahlen stark steigen, bleibt die Lage in den Krankenhäusern und speziell auf den Intensivstationen relativ entspannt. Eine Ansteckung bedeutet also nicht, dass ein Patient schwer erkranken muss. Oder, um es auf eine Kurzformal zu bringen: Infiziert ist nicht gleich krank.
 

Delta auch in Deutschland dominant

Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass Delta auch in Deutschland bereits der dominierende Virusstamm ist. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt sogar vor einer weiteren Coronawelle. Lockerungen, Urlaubsreisen und die Fußball-Europameisterschaft dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Europa erstmals seit zehn Wochen die Zahl der Neuinfektionen steigt. Ohne disziplinierte Gegenmaßnahmen drohe die vierte Welle.
 

Zweite Impftermine verstreichen ungenutzt

Sorge bereitet vor diesem Hintergrund, dass viele Patienten zwar die erste Impfung erhalten haben, den zweiten Impftermin jedoch verstreichen lassen. Die Gründe sind unterschiedlich: Einige sind spontan in den Urlaub gefahren, andere hatten sich gleich mehrere Termine für die Zweitimpfung geben lassen und sagen nicht rechtzeitig ab. Ausgesprochene Impfmuffel gibt es laut Robert Koch-Institut nur wenige. Dennoch wird diskutiert, ob „Impfschwänzer“ eine Strafe von 25 oder 30 Euro zahlen sollen. Einer Umfrage in den Gesundheitsministerien der Länder zufolge schwänzen in Hessen 20 %, in Westfalen-Lippe 10 bis 30 % die zweite Impfung. Anderswo sind die Zahlen deutlich niedriger.
 

Impfschwänzer gehen hohes Risiko ein

Wie gefährlich es ist, auf die zweite Impfung zu verzichten, hat nun ein britisches Forscherteam herausgefunden. Vor allem das Immunsystem alter Menschen braucht beide Impfungen, um sowohl die Alpha- als auch die Deltavariante des Virus abwehren zu können. Bei einer einzigen Impfung bleibt die Immunantwort zu schwach.

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