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Gute Startbedingungen: Die ZFAs von morgen erfolgreich ausbilden

Angehende ZFAs gehören laut aktuellem DGB-Ausbildungsreport zu den unzufriedensten Auszubildenden. Was Praxisteams beachten müssen, damit der Start in den Beruf gut gelingen kann.

Der Start in die Ausbildung ist für jeden jungen Menschen eine besondere Zeit: Viele arbeiten zum ersten Mal im Leben dauerhaft in Vollzeit, und auch die Verantwortung, die eine berufliche Tätigkeit mit sich bringt, ist für viele neu und herausfordernd. Praxisteams, die in ihre Auszubildenden investieren und sie individuell fordern und fördern, leisten einen wichtigen Beitrag für die eigene Praxis sowie zur Zukunft des Berufs. 

An der Umfrage für den Ausbildungsreport haben 13.227 Auszubildende aus 25 dualen Ausbildungsberufen im Zeitraum von Juni 2025 bis Mai 2026 teilgenommen. Knapp über die Hälfte der befragten ZFAs gab an, mit der Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Etwa 34 % gaben an, teilweise zufrieden zu sein. Fast 16 % bezeichneten sich als „eher unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“. 

 

Mentale Gesundheit in der ZFA-Ausbildung 

Nur rund 59 % der angehenden ZFAs fühlen sich in der Ausbildung weder unter- noch überfordert, 53 % haben Probleme, sich in der Freizeit zu erholen. Mit beiden Werten bilden angehende ZFAs die Spitze unter den 25 untersuchten dualen Ausbildungsberufen. Rahmenbedingungen der Ausbildung und psychische Belastung hängen zusammen. Umso wichtiger ist es, Auszubildenden Orientierung und Feedback zu geben und auch regelmäßig einzuholen. Von den Auszubildenden, für die am Ausbildungsplatz eine Ausbilderin oder ein Ausbilder „immer“ ansprechbar sind, fühlen sich lediglich 8,5 % hoch belastet. Wo die betreuende Person als „selten“ oder „nie“ verfügbar empfunden wird, sind es 36 %. Eine hohe Ausbildungsqualität scheint entscheidend für die Reduzierung psychischer Belastungen in der Ausbildung: 49 % der befragten Auszubildenden, die die fachliche Qualität ihrer Ausbildung als „ausreichend“ oder „mangelhaft“« bewerten, fühlen sich durch die Arbeitsanforderungen oder -bedingungen hoch belastet. Unter denen, die die Ausbildungsqualität als „sehr gut“ oder “gut“ bewerten, sind es keine 10 %. 

Faire Rahmenbedingungen schaffen 

Neben der Qualität der Ausbildung spielen auch Rahmenbedingungen der Praxis eine wichtige Rolle: Mehr als ein Drittel der angehenden ZFAs erledigen laut Report „immer“ oder „häufig“ ausbildungsfremde Tätigkeiten. Dabei handelt es sich häufig um gering qualifizierte Aufgaben oder um Routinetätigkeiten, die immer wieder ausgeführt werden und nicht mehr dem Lernerfolg dienen, bis hin zu Privatdiensten für die Vorgesetzten. Viele Ältere empfinden es anhand eigener Erfahrung als normal, dass immer die Auszubildenden Brotzeit holen, den Müll wegbringen und Ähnliches. Viele junge Menschen empfinden das als ungerecht – vor allem, wenn sie statt Dankbarkeit und Wertschätzung in der Praxis Anspruchshaltung und Hierarchie an der falschen Stelle erleben. Junge Menschen brauchen Anleitung, Geduld und Feedback, und ebenso Grenzen und Klarheit über Anforderungen. Umso wichtiger ist, das Praxisteams auch den gesetzlichen Rahmen kennen.

Wissenswertes zum Thema Jugendarbeitsschutz erfahren Interessierte von Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa am Mittwoch, 25. November 2026. Im Online-Seminar „Jugendarbeitsschutz: Das müssen Sie beachten“ lernen die Teilnehmenden, welche Jugendlichen und Azubis unter das Jugendarbeitsschutzgesetz fallen, worauf in Sachen Arbeitszeit, Ruhepausen, Berufsschule und ärztliche Erstuntersuchung geachtet werden muss und welche Sonderregelungen für Urlaub, Schicht-, Nacht- und Samstagsarbeit gelten. Die Pflichtschulung findet im Rahmen von MFA. Dein Wissensabo und ZFA. Dein Wissensabo statt und ist 6 Monate nach Aufzeichnung im Lerncampus verfügbar. 

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