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Rauchstopp trifft Früherkennung: Warum der Mai jetzt doppelt wichtig ist

Mit der Mitmachaktion „Rauchfrei im Mai“ und dem neuen Lungenkrebsscreening entsteht ein doppelter Präventionsanlass. Hausarztpraxen können diese Kombination gezielt nutzen, um Risikopatientinnen und -patienten anzusprechen.

Unter dem Motto „Hoch die Hände – Kippenende“ ist zum Monatsbeginn die bundesweite Aktion „Rauchfrei im Mai“ gestartet. Ziel ist es, den Einstieg in ein dauerhaft rauchfreies Leben zu erleichtern. Dazu erhalten die Teilnehmenden u. a. tägliche Tipps, um den Nikotinentzug leichter zu schaffen. Auch nach dem Mai begleitet die Aktion die Teilnehmenden durch wöchentliche Infos und Motivation. Viele Teilnehmende nutzen den festen Zeitraum als Motivation, um den schweren ersten Schritt zu schaffen. 
 

Rauchen bleibt Risikofaktor

Zwar ist die Raucherquote in den vergangenen Jahren gesunken, dennoch bleibt Tabakkonsum ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen. Laut „Tabakatlas 2025“ des Nationalen Krebspräventionszentrums erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 88.000 Menschen infolge des Rauchens an Krebs, rund 55.000 Menschen sterben infolge einer tabakbedingten Krebserkrankung. Zu den weiteren möglichen gesundheitlichen Folgen des Rauchens zählen chronische Lungen- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Vielen Rauchenden sind die Risiken bewusst, doch das Aufhören fällt schwer. Die Stiftung Gesundheitswesen stellt Infomaterialien für hausärztliche Praxen zur Verfügung, die ihre Patientinnen und Patienten auf dem Weg begleiten möchten. 

 

E-Zigaretten: Keine harmlose Alternative

E-Zigaretten (sogenannte Vapes) werden oft als weniger problematisch wahrgenommen. Tatsächlich enthalten sie zwar geringere Mengen der gesundheitsschädlichen Stoffe als herkömmliche Zigaretten. Doch auch sie können das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen, so das Bundesamt für Risikobewertung. Auch der Europäische Kodex gegen Krebs warnt ausdrücklich vor E-Zigaretten. 

Orale Tabakerzeugnisse

Snus und tabakfreie Nikotinbeutel verbreiten sich zunehmend auch in Deutschland. Zwar ist der Verkauf solcher oraler Tabakerzeugnisse verboten, der private Konsum allerdings nicht. Schweden ist momentan das einzige Land in der EU, das den Verkauf ermöglicht. Die kleinen Beutel werden unter die Oberlippe oder an den Gaumen gelegt und geben dort Nikotin ab. Sie wirken auf den ersten Blick unauffällig, sind aber keineswegs harmlos. Berichte aus der Zahnmedizin beschreiben mögliche Folgen wie Zahnfleischrückgang, Schleimhautveränderungen und Reizungen im Mundraum. Hinzu kommt die Abhängigkeit durch das enthaltene Nikotin. 
 

Neue Früherkennung: Lungenkrebsscreening

Das neue Screening richtet sich gezielt an Menschen mit erhöhtem Risiko. Teilnahmeberechtigt sind laut dem Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Personen zwischen 50 und 75 Jahren, die mindestens 25 Jahre lang stark geraucht haben, also mindestens 15 Packungsjahre, und erst seit weniger als 10 Jahren aufgehört haben.

Zum Einsatz kommt die Niedrigdosis-Computertomografie (CT). Ziel ist es, Lungenkrebs möglichst früh zu erkennen. „Die Prognose von Lungenkrebs hängt ganz maßgeblich vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Werden die Tumoren in einem sehr frühen Stadium entdeckt, ist oft noch Heilung möglich“, heißt es von Epidemiologe Rudolf Kaaks in einer Pressemitteilung. 

Auch der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) weist darauf hin, dass eine jährliche Untersuchung über mehrere Jahre hinweg Todesfälle verhindern kann. Gleichzeitig gibt es auch mögliche Nachteile, etwa durch die Strahlenbelastung oder unklare Befunde, die sich später als harmlos herausstellen.

Aktuell ist das Screening noch nicht flächendeckend verfügbar. Für die Teilnahme ist eine Überweisung erforderlich, zudem müssen sich beteiligte Ärztinnen und Ärzte speziell qualifizieren. Es kann daher noch etwas dauern, bis das Angebot bundesweit zur Verfügung steht.

 

MT

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