>>>> Fit für die Digitalisierung? Nicht verpassen: die Plätze in unserer Masterclass Digitalisierung & KI sind begrenzt - Jetzt dabei sein und anmelden! <<<


Schlaganfall oder TIA? Diese Warnzeichen müssen Sie kennen

Ein Schlaganfall trifft laut der Schlaganfall-Hilfe jedes Jahr rund 270.000 Menschen in Deutschland. Je schneller er erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, schwere Folgeschäden zu verhindern.
Was passiert bei einem Schlaganfall?
Bei etwa 80 bis 85 % der Schlaganfälle wird ein Blutgefäß im Gehirn durch ein Blutgerinnsel verschlossen. Das dahinterliegende Hirngewebe erhält nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe. Ohne schnelle Behandlung können Nervenzellen innerhalb kurzer Zeit absterben.
Seltener ist eine Hirnblutung die Ursache. Dabei reißt ein Blutgefäß, sodass Blut ins umliegende Hirngewebe austritt. Beide Formen sind lebensbedrohliche Notfälle, müssen jedoch unterschiedlich behandelt werden.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte und Rauchen. Auch Bewegungsmangel und starkes Übergewicht erhöhen das Risiko. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls deutlich an. Fast 80 % aller Schlaganfallpatientinnen und -patienten sind über 60 Jahre alt. Doch auch rund 30.000 Menschen unter 55 Jahren sind betroffen.
Achtung bei diesen Warnzeichen
Ein Schlaganfall beginnt meist plötzlich. Typische Symptome sind einseitige Lähmungen oder Taubheitsgefühle, Sprach- und Sehstörungen sowie Schwindel mit Gangunsicherheit. Auch ungewöhnlich starke, plötzlich einsetzende Kopfschmerzen können auf einen Schlaganfall hinweisen.
Eine einfache Orientierung bietet der FAST-Test:
- F (Face): Hängt beim Lächeln ein Mundwinkel?
- A (Arms): Kann die Person beide Arme gleichzeitig heben?
- S (Speech): Ist die Sprache verwaschen oder kann die Person einen einfachen Satz nicht richtig wiederholen?
- T (Time): Bei Auffälligkeiten sofort die 112 wählen.
Der Test erfasst allerdings nicht alle Schlaganfälle. Auch plötzlich auftretende Sehstörungen, Doppelbilder oder ausgeprägte Gleichgewichtsstörungen können Warnzeichen sein.
TIA: Wichtige Frühwarnung
Besonders tückisch ist die transitorische ischämische Attacke, kurz TIA. Dabei wird die Durchblutung eines Hirnbereichs vorübergehend gestört. Die Symptome ähneln denen eines Schlaganfalls, bilden sich jedoch vollständig zurück, häufig schon nach wenigen Minuten.
Betroffene berichten beispielsweise, dass sie plötzlich auf einem Auge nichts mehr sehen konnten, ein Arm für kurze Zeit taub war oder sie Schwierigkeiten hatten, die richtigen Worte zu finden. Weil anschließend alles wieder normal erscheint, suchen einige gar keine Praxis auf.
Dabei ist eine TIA ein ernstes Warnsignal. Besonders in den ersten Stunden und Tagen danach besteht ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Eine TIA muss deshalb ebenso dringend abgeklärt werden wie ein Schlaganfall mit anhaltenden Beschwerden. Als MFA können Sie z. B. hellhörig werden, wenn Patientinnen oder Patienten nebenbei von vorübergehend verschwommener Sicht oder einem starken Schwindel erzählen.
Behandlung eines Schlaganfalls
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei einem Gefäßverschluss kann das Blutgerinnsel unter bestimmten Voraussetzungen medikamentös aufgelöst werden. Dieses Verfahren heißt Thrombolyse. Bei größeren Gefäßverschlüssen lässt sich das Gerinnsel manchmal mithilfe eines Katheters entfernen, der über die Blutgefäße bis ins Gehirn vorgeschoben wird.
Bei einer Hirnblutung stehen dagegen die Kontrolle der Blutung und die Behandlung möglicher Komplikationen im Vordergrund. In manchen Fällen ist eine Operation notwendig.
Nach einer TIA wird in der Klinik zunächst nach der Ursache gesucht. Dabei kommen oft CT oder MRT zum Einsatz. Um einen weiteren Schlaganfall zu verhindern, erhalten Betroffene je nach Ursache Medikamente, die die Bildung von Blutgerinnseln hemmen. Auch Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte werden behandelt. Bei einer stark verengten Halsschlagader kann ein Eingriff notwendig sein.
MT
© 2026 PKV Institut GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Sämtliche Texte und Bilder in unserem Online-Magazin sind urheberrechtlich geschützt. Bitte beachten Sie, dass auch dieser Artikel urheberrechtlich geschützt ist und nur mit schriftlicher Genehmigung des PKV Instituts wiederveröffentlicht und vervielfältigt werden darf. Wenden Sie sich hierzu bitte jederzeit unter Angabe des gewünschten Titels an unsere Redaktionsleitung Silke Uhlemann: redaktion(at)pkv-institut.de. Vielen Dank!
Die Nutzung der Inhalte des Online-Magazins für Text und Data Mining im Sinne des § 44b UrhG ist ausdrücklich vorbehalten (§ 44b Abs. 3 UrhG) und daher verboten. Die Inhalte dieses Werkes dürfen nicht zur Entwicklung, zum Training und/oder zur Anreicherung von KI-Systemen, insbesondere von generativen KI-Systemen, verwendet werden.
Haben Sie uns über Google gefunden?
Mit PKV Institut als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Artikel und Inhalte häufiger in die Schlagzeilen gespielt − gut recherchierte und geprüfte Inhalte, direkt in Ihren Ergebnissen.
>>> Stellen Sie hier PKV Institut als bevorzugte Quelle bei Google ein.
Masterclass mit Julia Otto
Machen Sie Ihre Praxis fit in Sachen Digitalisierung und KI. Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz in unserem 2-tägigen Online-Kurs!


