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Typ-1-Diabetes bei Kindern: Fr1da-Test jetzt in 12 Bundesländern verfügbar

Typ-1-Diabetes wird meist erst erkannt, wenn schwere oder lebensbedrohliche Symptome auftreten. Bisher bot die Fr1da-Studie Familien in Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen die Möglichkeit, ihre Kinder zwischen 2 und 10 Jahren mit einem einfachen und kostenlosen Bluttest untersuchen zu lassen. Seit Mai 2026 steht das Früherkennungsangebot auch in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Verfügung. Geleitet wird das Projekt „Typ-1-Diabetes früh erkennen, früh gut behandeln“ von Forschenden am Institut für Diabetesforschung bei Helmholtz Munich.
Antikörpernachweis lange vor ersten Symptomen
Sogenannte Inselautoantikörper gegen Bestandteile der insulinproduzierenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse lassen sich bereits nachweisen, bevor Symptome auftreten. Die Fr1da-Studie sucht danach und ordnet das jeweilige Krankheitsstadium anschließend genauer ein. So kann die Erkrankung früher erfasst und ihr Verlauf besser verstanden werden. Und so kann gezielt vorgesorgt oder interveniert werden.
Seit 2015 240.000 Kinder getestet
Im Rahmen der Fr1da-Studie wurden bisher 240.000 Kinder untersucht. Bei etwa 730 Kindern fanden die Forschenden ein Frühstadium des Typ-1-Diabetes. Nur 2,5 % dieser Kinder entwickelten zu Beginn der Erkrankung eine diabetische Ketoazidose. Ohne frühe Diagnose liegt die Rate einer gefährlichen Stoffwechselentgleisung infolge eines ausgeprägten Insulinmangels in Deutschland seit Jahren bei über 20 %. „Wird bei einem Kind im Rahmen von Fr1da ein Frühstadium von Typ-1-Diabetes nachgewiesen, lädt das Team die Familie zu weiteren Untersuchungen in eine pädiatrische Diabetesklinik ein. Dort bestimmen Ärztinnen und Ärzte, in welchem Krankheitsstadium sich das Kind befindet: noch unauffälliger Zuckerstoffwechsel, erste Stoffwechselveränderungen oder bereits ein manifester Typ-1-Diabetes. Darauf aufbauend legen sie einen Vorsorgeplan mit Kontrollterminen fest; Kinder mit manifestem Typ-1-Diabetes werden in der Regelversorgung weiter betreut“, heißt es in der aktuellen Mitteilung des Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt.

Screening schafft Zeit für Aufklärung, Vorsorge und Behandlung
„Mit Fr1da sehen wir Typ-1-Diabetes nicht erst dann, wenn Kinder akut erkranken, sondern deutlich früher“, sagt Prof. Anette-Gabriele Ziegler, Direktorin des Instituts für Diabetesforschung bei Helmholtz Munich und wissenschaftliche Leiterin der Fr1da-Studie. „Das schafft Zeit für Aufklärung, Vorsorge bei Bedarf für medizinische Intervention und hilft uns zugleich, Ursachen und Verlauf der Erkrankung besser zu verstehen.“ Die Studie arbeitet mit zahlreichen Kinder- und Jugendarztpraxen, Laboren und pädiatrischen Diabeteszentren zusammen. Nach Ansicht Dr. Michael Hubmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen e. V. (BVKJ) lässt sich das Screening gut in den Alltag kinder- und jugendärztlicher Praxen integrieren und werde von Familien sehr gut angenommen. Die Überführung in die Selektiv- und in die Regelversorgung wird angestrebt.
Infomaterial für Arztpraxen
Auf der Website des Projektes werden zahlreiche Informationen und Material bereitgestellt. Plakate und Flyer müssen nicht ausgedruckt werden, sondern können kostenfrei auf dem Postweg angefordert werden. Wie der Studienablauf erfolgt, ist hier zusammengefasst. Noch nicht involvierte Praxen, die an der Fr1da-Studie teilnehmen möchten, können sich per Registrierungsformular registrieren und erhalten ein Starterpaket zugeschickt.
Praxisplakat “Typ-1-Diabetes - die wichtigsten Warnzeichen erkennen”
DM
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