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Ausbildungsbeginn 2026: So gelingt der Start

Für viele angehende MFAs und ZFAs beginnt in diesen Wochen ein neuer Lebensabschnitt. Auch für die Praxisteams ist der Ausbildungsstart eine besondere Zeit. Wer neue Azubis gut aufnimmt, legt auch einen wichtigen Grundstein dafür, dass der Nachwuchs bleibt.

Wo steht der Verbandskasten? Wie melde ich mich am Telefon? Wann darf ich Pause machen und wen frage ich, wenn ich nicht weiterweiß? Was für erfahrene MFAs und ZFAs selbstverständlich ist, kann für neue Auszubildende zunächst ziemlich überwältigend sein. Dazu kommen neue Kolleginnen und Kollegen, unbekannte Abläufe und der Kontakt mit Patientinnen und Patienten.

Gerade in den ersten Tagen sollten die Azubis nicht einfach mitlaufen. Eine feste Ansprechperson sollte den Rundgang durch die Praxis, die Vorstellung im Team und eine klare Informationsweitergabe übernehmen. Dazu gehören u. a. auch die Regeln zu Arbeitszeiten, Pausen, Kleidung und Datenschutz. Ein kleiner Einarbeitungsplan kann verhindern, dass zwischen vollem Wartezimmer und klingelndem Telefon wichtige Erklärungen untergehen.
 

Erklären statt voraussetzen

Neue Azubis dürfen vieles noch nicht können. Das klingt selbstverständlich, gerät im hektischen Praxisalltag aber schnell aus dem Blick. Auch vermeintlich einfache Aufgaben wie die Patientenannahme oder das Vereinbaren eines Termins bestehen aus vielen kleinen Schritten, die erst gelernt werden müssen.

Tätigkeiten sollten zuerst gezeigt und erklärt werden. Danach führt man sie gemeinsam durch und schließlich darf der junge Mitarbeitende sie selbstständig erledigen. Fehler gehören dabei zur Ausbildung. Entscheidend ist, wie das Team darauf reagiert. Wer bei jeder Unsicherheit genervte Blicke erntet, fragt irgendwann lieber gar nicht mehr. Dabei können gerade nicht gestellte Fragen im Praxisalltag zum Problem werden.

Regelmäßige kurze Gespräche helfen beiden Seiten: Was klappt schon gut? Wo gibt es Schwierigkeiten? Was möchte die oder der Auszubildende als Nächstes lernen? Feedback sollte nicht erst dann stattfinden, wenn etwas schiefgelaufen ist.

Generation Alpha kommt in die Praxen

Mit dem Ausbildungsjahr 2026 erobern erstmals Jugendliche der sogenannten Generation Alpha den Arbeitsmarkt. Meist werden dazu die ab etwa 2010 Geborenen gezählt. Schubladen sind dabei wenig hilfreich. Nicht jede 16-Jährige tickt gleich. Einige Lebensweisen und Erfahrungen unterscheiden sich aber deutlich von denen älterer Kolleginnen und Kollegen.

Smartphone, Messenger, Streaming und soziale Medien begleiten diese Generation seit ihrer Kindheit. Auch die künstliche Intelligenz (KI) gehört für viele längst zum Alltag. Für Praxen heißt das nicht, dass plötzlich jede Anleitung per App erfolgen muss. Es lohnt sich aber, offen über den Umgang mit KI und digitalen Hilfsmitteln zu sprechen. Was darf für die Berufsschule genutzt werden? Welche Daten dürfen auf keinen Fall eingegeben werden? Und warum muss eine KI-Antwort fachlich überprüft werden?
 

Dazugehören und etwas dürfen

Junge Menschen wünschen sich nicht nur gute Rahmenbedingungen. Sie wollen ernst genommen werden und möglichst schnell praktisch arbeiten. Eine aktuelle Befragung der IHK Magdeburg von mehr als 5.000 Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr zeigt: Für rund 94 % waren praktische Tätigkeiten und der direkte Einstieg in den Berufsalltag wichtige Gründe für eine Ausbildung. Als entscheidend für eine gute Ausbildung nennt die Auswertung außerdem Vertrauen, Willkommenskultur und das Gefühl, Teil des Teams zu sein.

Auch in der Praxis sollten Azubis deshalb nicht wochenlang nur zuschauen, kopieren oder Material auffüllen. Sobald es der Ausbildungsstand erlaubt, können sie eigene Aufgaben übernehmen. Kleine Verantwortungsbereiche zeigen: Wir trauen dir etwas zu. Gleichzeitig muss immer klar sein, an wen sie sich bei Fragen wenden können.

 

MT

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