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Blue Monday: Warum der Winter auf die Seele drückt – und was dagegen hilft

Der sogenannte Blue Monday fällt stets auf den dritten Montag im Januar. Er geht auf den britischen Psychologen Cliff Arnall zurück, der mithilfe einer selbst erstellten Formel diesen Tag als besonders belastend identifizierte. Das Ergebnis begründete er u. a. mit dem Zusammenkommen von trübem Wetter, beendeten Weihnachtsfeierlichkeiten, bereits verworfenen Neujahrsvorsätzen und den finanziellen Belastungen des Jahresanfangs. Als wissenschaftlich fundiert kann man diese Kalkulation nicht betrachten. Mittlerweile gibt es die Vermutung, dass es sich hierbei um die Marketingmaßnahme eines Reiseunternehmens handelte, das Menschen an sonnige Reiseziele locken wollte. Der Mythos des Blue Mondays hält sich seitdem trotzdem.
Eingestellt auf Winterschlaf
Was stimmt: Viele Menschen empfinden die ersten Wochen des Jahres als emotional belastend. Unabhängig vom Blue Monday sind Januar und Februar für viele Menschen psychisch herausfordernde Monate. Ein wichtiger Faktor ist der Lichtmangel. Kurze Tage und wenig Sonnenlicht beeinflussen unseren Biorhythmus. Unser Körper richtet sich auf Ruhe und Rückzug ein. Hinzu kommt der Wegfall der emotionalen Höhepunkte rund um Weihnachten und den Jahreswechsel. Der Alltag kehrt zurück, oft verbunden mit hohen Erwartungen an Leistungsfähigkeit und Veränderung. Nicht zuletzt leiden in diesen Wochen viele Menschen unter grippalen Infekten, was die Laune nicht besser macht.
Was in dieser Zeit unterstützen kann
Nicht alles, aber einiges können wir beeinflussen. Gerade zu Jahresbeginn ist es sinnvoll, auf überambitionierte Neujahrsvorsätze zu verzichten. Radikale Verhaltensänderungen erzeugen zusätzlichen Druck und können bei Nichterreichen frustrierend sein. Folgende Tipps helfen vielleicht auch Ihren Patientinnen und Patienten:
- Nutzen Sie Tageslicht bewusst für Spaziergänge und leichten Outdoor-Sport. Auch wenn es trüb ist, tun Sie etwas für Ihr Immunsystem und Ihr seelisches Wohlbefinden.
- Teilen Sie sich Ihre Energie gut ein. Häufigere, kleine Pausen können dabei helfen.
- Wärmen Sie sich. Der warme Tee in der Arbeit, die Kuscheldecke und das Schaumbad zuhause – unser Nervensystem liebt die Behaglichkeit.
- Verbringen Sie Ihre Freizeit mit lieben Menschen, die Ihnen gut tun und die Ihre sozialen Batterien wieder aufladen.
- Tun Sie sich selbst etwas Gutes, was Ihnen Spaß, Freude und Energie zurückbringt.
- Schieben Sie, wenn möglich, anstrengende Projekte lieber auf den Frühling.
Mehr als ein Stimmungstief
Sollten Patientinnen oder Patienten das Gefühl haben, dass Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit und Kraftlosigkeit über einen längeren Zeitraum anhalten, können Sie als haus- oder kinderärztliche Praxis über psychotherapeutische oder medikamentöse Therapiemöglichkeiten informieren und ggf. überweisen. Depressionen, Angststörungen oder andere psychische Leiden sollten so früh wie möglich behandelt werden. Warnzeichen sind u. a. dauerhafte Freudlosigkeit, anlasslose Traurigkeit oder irrationale Ängste.
Psychische Belastungen nehmen deutlich zu
Vor diesem Hintergrund ist auch die Antwort auf eine aktuelle Anfrage der Partei „Die Linke“ interessant. Laut dieser sind psychisch bedingte Krankschreibungen in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen hat sich innerhalb eines Jahrzehnts mehr als verdoppelt. Auch die durchschnittliche Dauer der Krankschreibungen pro Fall ist gestiegen, was auf eine zunehmende Schwere oder Chronifizierung psychischer Erkrankungen hindeutet. Die daraus entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten bewegen sich inzwischen im zweistelligen Milliardenbereich.
Erste Hilfe bei psychischen Erkrankungen
Eine erste Orientierung bei akuten und drängenden psychischen Krisen erhalten Betroffene bei der Deutschen Depressionshilfe oder bei der Telefonseelsorge.
MT
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