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Gute MFA-Teams trotzen dem Personalmangel

Und wieder bestätigt eine Studie, was die Spatzen schon lange von den Praxisdächern pfeifen: Gute MFAs sind knapp. Für die Praxen wird es immer schwieriger, qualifiziertes nichtärztliches Personal zu finden. In Ihrer eigenen Praxis können Sie sich mit einem starken Team am besten vor Personalmangel schützen.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) fragte etwa 5.300 Praxen nach der Personalsituation. Das Ergebnis ist ernüchternd: Über zwei Drittel der Vertragsarztpraxen erwarten für 2021/2022 substanzielle Probleme, geeignetes Personal auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Die Verfügbarkeit kompetenter Kräfte wie MFAs sei äußerst schlecht. Es hilft, Nachwuchs selbst auszubilden. Doch in etwa einem Viertel der ausbildenden Praxen ziehen junge MFAs weiter, nachdem sie ihre Prüfung abgelegt haben. Die Lage spitzt sich zu. Bereits heute berichten 15 % der Praxen, dass sie ihr Leistungsangebot zeitweise eingeschränkt haben.
 

Zusammen sind Sie stark!

Was können Sie als Team gegen diesen Trend tun? Und wie können Sie sich vor einem Burn-out schützen, wenn Kolleginnen die Praxis verlassen und die Arbeit auf wenigen Schultern verteilt werden muss? Es mag keine Zauberformal geben, doch immerhin einen Ausweg: Zusammen sind Sie stark!

Praxisteams, die sich erfolgreich gegenseitig stützen, haben eine geringere Fluktuation. Es gibt weniger Kündigungen und weniger Neuzugänge, deren Einarbeitung zusätzliche Kraft kostet. Diese Teams schaffen das durch ein gutes Verhalten:

  • Die einzelnen Teammitglieder reden miteinander. Dazu vereinbaren sie nicht nur wöchentliche Teammeetings, sondern sprechen sofort aus, wenn etwas nicht rund läuft. „Man darf auch einmal sagen, dass man einen schlechten Tag hat. Dafür haben wir schließlich auch viele gute Tage“, sagt Iris Schluckebier, MFA und Teilnehmerbetreuerin beim PKV Institut gegenüber PKV Inside.  Durch gute Kommunikation lässt sich verhindern, dass schlechte Stimmung sich verbreitet und  auf die Laune der anderen drückt. Auch wer offen über Unstimmigkeiten redet, kann sie schnell aus dem Weg räumen.
  • Wertschätzung wird groß geschrieben. Nicht nur der Praxisinhaber kann wertschätzen. Mindestens ebenso wichtig ist, dass die Teammitglieder sich gegenseitig loben, ihre Stärken schätzen und eine Atmosphäre der Anerkennung pflegen.
  • Rücksichtnahme ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Wer die Schwächen der anderen akzeptiert, weiß sich ebenfalls gut aufgehoben, wenn etwas mal weniger gut läuft.
  • Positive Energie entsteht auch durch gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Arbeitszeit. Das muss kein aufwendiger Betriebsausflug sein. Ein gemeinsamer Kinoabend mit allen Praxismitgliedern oder eine Wanderung mit allen Kolleginnen bringen Spaß und schweißen zusammen. Denn wer etwas Tolles mit anderen erlebt, erinnert sich gerne daran zurück.
  • Auf eines hat das Team wenig Einfluss, doch auch das stärkt den Zusammenhalt: MFAs aller Altersklassen machen ein Team stabil. Die Jungen können sich bei den reiferen MFAs viel abschauen und bringen gleichzeitig frische Impulse für alle mit. Von dieser generationenübergreifenden Arbeit auf Augenhöhe profitieren alle.
     

Letztlich tut es einem Team immer gut, wenn alle über den Tellerrand schauen. Das gelingt z. B. über Weiterbildungen, die neues Wissen bringen und Kontakte ermöglichen. Im Gespräch mit MFAs aus anderen Praxen lässt sich austauschen, was anderen gut tut. Schauen Sie sich etwas ab!

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