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Berufsbild im Wandel: Welche Kompetenzen MFAs künftig brauchen

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) sieht erheblichen Anpassungsbedarf bei der MFA-Ausbildung und empfiehlt eine Weiterentwicklung des Berufsbildes. Digitalisierung, Kommunikation und Management gewinnen an Bedeutung.

Die Anforderungen an Medizinische Fachangestellte (MFA) haben sich deutlich verändert – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Voruntersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Der Verband medizinischer Fachberufe e. V. (vmf), die Gewerkschaft ver.di und die Bundesärztekammer hatten angeregt, die heutigen und für die Zukunft absehbaren Anforderungen an den Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) zu untersuchen. Diesen Auftrag erhielt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vom Bundesgesundheitsministerium und legte nun den Abschlussbericht zu seiner Voruntersuchung vor. 

 

Digitale Kompetenz und Managementqualitäten werden noch wichtiger

Medizinisch-technische Innovationen, neue Versorgungsformen und die zunehmende Digitalisierung verändern die Arbeit in Arztpraxen grundlegend. Elektronische Patientenakten, digitale Praxisverwaltungssysteme, Telemedizin und neue Kommunikationswege mit Patientinnen und Patienten gehören zunehmend zum Praxisalltag. Die Studie analysiert, welche Kompetenzen MFAs künftig benötigen, um den Herausforderungen eines sich wandelnden Gesundheitswesens gerecht zu werden. Digitale Kompetenzen, organisatorische Fähigkeiten sowie kommunikative und soziale Kompetenzen werden demnach künftig noch wichtiger für den MFA-Beruf. Die Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe wird komplexer: Die Versorgung erfolgt zunehmend in interprofessionellen Teams. Dadurch werden auch Abstimmungs-, Kommunikations- und Koordinationsaufgaben komplexer und gewinnen an Bedeutung. Forschende sehen einen steigenden Bedarf an Kompetenzen im Praxismanagement sowie im sicheren Umgang mit digitalen Anwendungen. Besonders hervorgehoben werden soziale, personale und kommunikative Fähigkeiten.

 

Fachkräftemangel bleibt Herausforderung

Die Untersuchung macht zudem auf die weiterhin angespannte Fachkräftesituation aufmerksam: Zwar zählt die MFA-Ausbildung nach wie vor zu den ausbildungsstärksten Berufen Deutschlands – trotzdem fehlen ausgebildete MFAs. Vor diesem Hintergrund sehen die Autorinnen und Autoren einen besonderen Handlungsbedarf, um den Beruf langfristig attraktiv zu halten und Fachkräfte zu gewinnen sowie zu binden. Die derzeitige Ausbildungsordnung für Medizinische Fachangestellte wurde im Jahr 2006 zuletzt aktualisiert. Die jetzigen Ergebnisse sollen als Grundlage für mögliche Anpassungen der Ausbildungs- und Fortbildungsordnung dienen. Ziel ist es, MFAs künftig noch besser auf die Anforderungen moderner Praxen vorzubereiten und gleichzeitig attraktive Entwicklungsperspektiven im Beruf zu schaffen.

Unter https://lit.bibb.de/vufind/Record/DS-784980 ist der gesamte Abschlussbericht frei zugänglich. 

SZ

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