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Lebensmittelvergiftung: Wenn Essen krank macht

Nicht immer sind verdorbene Lebensmittel auf den ersten Blick zu erkennen. Denn einige Krankheitserreger lassen sich weder sehen noch riechen. Daher ist die richtige Lagerung wichtig, um eine unangenehme Lebensmittelvergiftung zu vermeiden.

Manchmal zeigt sich auf den ersten Blick, dass ein Lebensmittel nicht mehr genießbar ist. Sichtbarer Schimmel, ungewöhnliche Verfärbungen oder aufgeblähte Verpackungen sind klare Warnzeichen. Besonders bei Schimmel ist Vorsicht geboten: Es reicht nicht, nur die sichtbaren Stellen zu entfernen. Denn die Pilze können sich bereits unsichtbar im Lebensmittel ausgebreitet haben.

Auch unsere Nase kann uns klar auf verdorbene Lebensmittel hinweisen: Riecht ein Lebensmittel säuerlich, faulig oder deutlich anders als gewohnt, sollte es nicht mehr gegessen werden.

Ein Fühltest kann den Verdacht untermauern: Fühlen sich z. B. Fleisch- oder Wurstwaren schmierig an oder flocken Milchprodukte aus, sollte man sie zur Sicherheit entsorgen.

Allerdings hat dieser Sinnescheck Grenzen. Nicht alle krankmachenden Keime lassen sich sehen, riechen oder schmecken. Salmonellen, Campylobacter oder bestimmte E.-coli-Bakterien können in einem Lebensmittel stecken, obwohl es völlig unauffällig erscheint.

 

Kühlkette möglichst nicht unterbrechen

Leicht verderbliche Lebensmittel gehören nach dem Einkauf schnell in den Kühlschrank. Dazu zählen unter anderem Fleisch, Fisch, Milchprodukte und viele Wurstwaren. Im Kühlschrank sollten Temperaturen zwischen 5 und 7 Grad herrschen.

Besondere Vorsicht ist bei rohem Fleisch, Geflügel und Eiern geboten. Sie sollten getrennt von Lebensmitteln aufbewahrt und verarbeitet werden, die roh verzehrt werden. Messer und Schneidebretter nach der Zubereitung gründlich reinigen und anschließend die Hände waschen. So lässt sich verhindern, dass Keime beispielsweise vom rohen Hähnchen auf Salat oder Brot gelangen.

Bei längeren Transportwegen oder sommerlichen Temperaturen sind Kühltaschen sinnvoll, im Idealfall mit zusätzlichen Kühlpacks. Tiefgekühlte Lebensmittel sollten möglichst zuletzt in den Einkaufswagen wandern und zu Hause direkt wieder eingefroren bzw. verarbeitet werden.

 

Auch Gekochtes hält nicht ewig

Bereits zubereitete Speisen können ebenfalls zum Gesundheitsrisiko werden. Problematisch ist es vor allem, wenn sie längere Zeit bei Raumtemperatur stehen. Bakterien können sich so schnell vermehren.

Reste sollten deshalb zügig abkühlen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Große Mengen lassen sich dafür auf mehrere flache Behälter verteilen. Das Essen kühlt so schneller durch. Als Faustregel empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, gegarte Speisen innerhalb von 2 bis 3 Tagen zu verbrauchen oder einzufrieren.

Beim Aufwärmen sollte die Speise vollständig und gleichmäßig erhitzt werden. Das gilt besonders für Fleischgerichte und andere leicht verderbliche Speisen. Vorsicht ist auch bei Reis und Nudeln angebracht: Bleiben sie nach dem Kochen lange ungekühlt stehen, können sich bestimmte Bakterien vermehren und hitzestabile Giftstoffe bilden.

 

Wenn Übelkeit und Durchfall plötzlich einsetzen

Typische Anzeichen einer Lebensmittelvergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Je nach Auslöser können auch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen hinzukommen. Die Beschwerden können bereits wenige Stunden nach einer Mahlzeit beginnen, bei manchen Infektionen aber auch erst nach mehreren Tagen.

Gesunde Erwachsene überstehen eine Lebensmittelvergiftung in der Regel komplikationslos. Ein höheres Risiko für schwere Verläufe haben Säuglinge und kleine Kinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder schweren Vorerkrankungen. Vor allem wenn sich Teilnahmslosigkeit, Verwirrung, hohes Fieber oder unstillbares Erbrechen zeigen, sollten diese Patientinnen und Patienten schnellstmöglich ärztliche Hilfe erhalten. 

MT

 

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