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Maßnahmen, um die vierte Corona-Welle zu brechen

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet zurzeit laufend neue Rekorde bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Am Mittwoch lag sie bei 232,1. Ärzteschaft und Politik leiten verschiedene Maßnahmen ein, um wieder die Kontrolle über das Pandemiegeschehen zu gewinnen.

Den ersten Höchststand erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten. Am 22. Dezember 2020 lag sie bei 197,6. Der große Unterschied zu heute: Damals hatte die Impfkampagne noch nicht begonnen. Inzwischen sind vor allem ältere Menschen gut gegen einen schweren COVID-19 Verlauf geschützt – auch dank des Impf-Engagements in den Arztpraxen. Zudem haben 3,7 Prozent der Bundesbürger inzwischen die Booster-Impfung erhalten. Mediziner gehen daher davon aus, dass unser Gesundheitssystem besser mit Neuinfektionen umgehen kann als im vergangenen Jahr zu Beginn des Winters.

 

Praxisteams sollen Impfkampagne mit aller Kraft unterstützen

Dennoch gibt die Situation Grund zu großer Sorge. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn meinte in der vergangenen Woche, die Pandemie sei mit „voller Wucht“ zurück. Bereits heute müssen wieder knapp 2.700 Corona-Patienten auf Intensivstationen versorgt werden. Diese Zahl könnte sich in den kommenden Wochen Intensivmedizinern zufolge fast verdoppeln. Daher entwickeln sowohl Ärzteschaft als auch Gesundheitspolitiker Strategien, um die Infektionszahlen zu senken und möglichst niedrig zu halten, um schwere Erkrankungen und Todesfälle zu verhindern. Das sind die Maßnahmen:

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt rufen in einem gemeinsamen Brief die Ärzte dazu auf, die Booster-Impfungen rasch umzusetzen. Sie bitten die Praxisteams darum, „die COVID-19-Impfkampagne weiterhin mit aller Kraft zu unterstützen“.
  • Auch die Gesundheitsminister der Länder bewerten die Booster-Impfung als geeignetes Mittel gegen das Virus. Sie tagten in der vergangenen Woche und beschlossen zudem, die Testpflicht in Senioren- und Pflegeeinrichtungen auszuweiten.
  • Die Bürgertests sollen wieder kostenlos sein. Das Prozedere dazu ist noch offen. Dr. Klaus Reinhardt bewertet die Abschaffung der kostenlosen Tests als Fehlentscheidung. Sie habe Impfunwillige nicht dazu motiviert, sich impfen zu lassen.
  • Im Bundesland Sachsen gilt bereits in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel. Ungeimpfte können z.B. nicht mehr in Restaurants essen gehen oder ein Fußballspiel im Stadion besuchen. Andere Bundesländer denken darüber nach, 2G ebenfalls anzuordnen.

 

Von Mitte November an können Sie Impfstoffe wieder wöchentlich bestellen

Damit Arztpraxen in Zukunft wieder schneller auf den steigenden Bedarf an COVID-19-Impfstoffen reagieren können, ist vom 16. November an die wöchentliche Bestellung wieder möglich. Darüber informiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Viele Praxen hatten darum gebeten, vor allem die Auffrischimpfungen kurzfristiger zu erhalten.

Bitte achten Sie beim Impfstoff von Moderna darauf, dass für die Auffrischimpfungen die halbe Dosis ausreicht. Bestellen Sie also nur 0,25 ml pro Patient, nicht 0,5 ml wie für die Grundimmunisierung.

Der Impfstoff von AstraZeneca kann morgen zum letzten Mal bestellt werden. Er wird in Deutschland anschließend nicht mehr bereitgestellt, wie das PKV Institut bereits berichtete.

* Der Artikel wurde am 10.11.2021 aktualisiert.

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