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Mehr Gelassenheit im Praxisalltag: Wie Ihr Mindset den Unterschied macht

Zwischen Telefonklingeln, vollen Wartezimmern und stressigen Momenten entscheidet oft Ihre innere Haltung, wie belastend ein Tag wirklich ist. Lesen Sie, wie ein bewusstes Mindset Ihnen hilft, ruhiger zu bleiben und den Fokus wieder auf das Positive zu lenken.

Warum Ihre Gedanken den Alltag stärker prägen, als Sie denken

Das Wartezimmer ist voll, das Telefon klingelt und dann kommt auch noch die Kollegin zu spät. Mehrere kleine Ärgernisse können sich schnell zu dem Gefühl entwickeln, dass sich einfach alles gegen einen verschworen hat. Je größer dieser Frust wird, desto schwerer fällt es, die positiven Dinge im Alltag überhaupt noch wahrzunehmen.

Dabei hängt es nicht nur von den Umständen ab, wie belastend eine Situation wirkt. Auch die eigene innere Haltung spielt eine Rolle. Ein positives Mindset bedeutet dabei nicht, Dinge schönzureden, sondern bewusst zu entscheiden, wie viel Raum Ärger und Frust im Alltag bekommen.

 

Wie Sie verhindern, dass einzelne Ärgernisse Ihren ganzen Tag bestimmen

Ein positives Mindset wird häufig mit falschem Optimismus verwechselt. Mit diesem ignoriert man Probleme, unterdrückt negative Gefühle oder redet sich bestimmte Situationen schön. Doch Ärger, Frust oder Erschöpfung gehören zum Arbeitsalltag dazu.

Der entscheidende Punkt ist vielmehr, wie stark wir negative Aspekte bewerten. Wenn ein unangenehmes Ereignis den ganzen Tag über die Gedanken bestimmt, kann es den Blick auf alles andere verstellen.

Ein Beispiel aus dem Praxisalltag: Ein schwieriger Patiententermin dauert länger als geplant. Schon vor dem Termin hat man damit gerechnet. Danach denkt man immer wieder daran und ärgert sich. Realistisch betrachtet nimmt dieser Termin jedoch nur einen kurzen Zeitraum im ganzen Tagesverlauf ein. Wenn man gedanklich immer nur bei dem kurzen negativen Teil des Tages verweilt, geraten schnell die schönen Momente, von denen es meist viele gibt, in den Hintergrund: Die Kollegin hat Kuchen mitgebracht, eine Patientin hat sich freundlich nach dem eigenen Befinden erkundigt und von einer Freundin hat man eine nette private Nachricht erhalten. 

 

Ihre Haltung wirkt – auch auf andere

Unsere innere Haltung wirkt nicht nur nach innen, sie wird auch von anderen wahrgenommen. Besonders deutlich zeigt sich das in der Erwartungshaltung, mit der wir in Gespräche gehen.

Wer sich innerlich bereits darauf einstellt, dass ein Gespräch unangenehm verlaufen wird, sendet oft unbewusst entsprechende Signale aus: eine angespannte Körperhaltung, eine reservierte Stimme oder weniger Geduld. Das Gegenüber reagiert darauf häufig ebenfalls angespannt. So entwickelt sich das Gespräch tatsächlich in die erwartete unschöne Richtung.

Psychologisch spricht man hier von einer sich selbst erfüllenden Erwartung. Die ursprüngliche Annahme beeinflusst das eigene Verhalten so stark, dass sie am Ende tatsächlich eintritt. Umgekehrt kann eine offenere Haltung Gespräche deutlich entspannen. 

 

Was wäre, wenn es gut läuft?

Viele Menschen kennen das: Vor einem Termin kreisen die Gedanken schon um mögliche Probleme. Was, wenn der Patient wieder unzufrieden ist? Wenn das Gespräch unangenehm wird? Oder wenn etwas schiefgeht?

Solche Überlegungen entstehen oft aus dem Wunsch heraus, sich vor Enttäuschungen zu schützen. Wer sich innerlich schon auf das Schlimmste vorbereitet, glaubt, später weniger überrascht oder verletzt zu sein. Tatsächlich kostet diese Haltung jedoch häufig eine Menge Energie. Oft ganz umsonst.

Denn genauso gut könnte man sich auch eine andere Frage stellen: Was, wenn es gut läuft? Vielleicht verläuft das Gespräch sachlich, der Patient zeigt Verständnis oder die Situation klärt sich schneller als erwartet.

Ein positives Mindset bedeutet deshalb auch, die eigene Erwartungshaltung gelegentlich zu überprüfen. Statt automatisch vom schwierigsten Szenario auszugehen, kann es helfen, bewusst mehrere Möglichkeiten im Blick zu behalten. Diese offenere Haltung nimmt inneren Druck und lässt mehr Raum für positive Überraschungen.

 

Neue Denkgewohnheiten brauchen Übung

Ein positives Mindset entsteht allerdings nicht von heute auf morgen. Denkgewohnheiten verändern sich ähnlich wie körperliche Gewohnheiten, nämlich durch Übung und Wiederholung.

Gerade an stressigen Tagen fällt es vielen schwer, die Perspektive zu wechseln. Das ist völlig normal. Niemand reagiert immer gelassen oder souverän. 

Doch manchmal hilft schon eine kurze gedankliche Pause: Ist diese Situation wirklich so groß, wie sie sich gerade anfühlt? Oder bekommt sie gerade mehr Gewicht, als sie eigentlich verdient? Mit der Zeit kann dieser bewusstere Umgang mit Gedanken dazu beitragen, schneller aus negativen Gedankenschleifen herauszufinden.

MT

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