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#MitHitzeKeineWitze: Bundesweiter Hitzeaktionstag 2023

Mit diesem Hashtag ist der Hitzeaktionstag am 14. Juni 2023 überschrieben. Die Initiatoren Bundesärztekammer und Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) weisen darauf hin, dass Vorsorge für extreme Hitzeereignisse dringend ist. Noch haben erst wenige ambulante medizinische Einrichtungen Hitzeschutzpläne erstellt. Diese sollen hitzebedingte und UV-bedingte Erkrankungen und Todesfälle durch Prävention vermeiden.

Durst! Der Rasen wird braun. Flüsse trocknen aus. Die Blätter mancher Bäume fallen ab, als sei es schon Herbst. Das Wasser wird mancherorts rationiert. Der Schweiß rinnt. Körperliche Bewegung fällt schwerer als gewöhnlich. Auch in Deutschland gibt es heute wesentlich mehr heiße Tage und intensive Hitzeperioden als früher.

Tagestemperaturen über 30 Grad und tropische Nächte gefährden die Gesundheit. Sie verursachen Stress und Erschöpfung und sie können zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Die Feinstaubbelastung erhöht vor allem für Babys und Kleinkinder, beruflich im Freien Tätige, Schwangere, ältere Personen und Menschen mit Erkrankungen des Atmungs- und des Herz-Kreislauf-Systems die gesundheitlichen Risiken. Das Robert Koch Institut hat gerade den ersten Teil seines Sachstandsberichts Klimawandel und Gesundheit (2023) mit Fokus auf Infektionskrankheiten und antimikrobielle Resistenzen veröffentlicht. Zwei Teile – zu Auswirkungen des Klimawandels auf nicht-übertragbare Erkrankungen und die psychische Gesundheit bzw. zu sozialen Faktoren – folgen noch dieses Jahr.

Obwohl die Klimakrise in aller Munde und medial dauerpräsent ist, ist die Gesellschaft noch nicht optimal auf extreme Hitzeereignisse vorbereitet. Nur wenige Kommunen und wenige Gesundheitseinrichtungen führten bisher Hitzeschutzpläne ein. Weil sich das dringend ändern muss, hat die Bundesärztekammer gemeinsam mit der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit den bundesweiten Hitzeaktionstag am 14. Juni 2023 initiiert. Bereits im Vorfeld fanden Hitzesymposien für medizinische Fachkreise, unter anderem Arztpraxen und MVZ, statt. Die zentrale Veranstaltung unter dem Motto „Deutschland hitzeresilient machen – wir übernehmen Verantwortung“ findet am Aktionstag von 16 bis 18 Uhr in Berlin statt und wird über Videostream übertragen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat eine eigene Themenseite „Hitze als Gesundheitsrisiko“ veröffentlicht.

Das 2022 gegründete Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin ist Vorreiter in Sachen Hitzeschutz (nicht nur) für Gesundheitseinrichtungen. Es stellt Musterhitzeschutzpläne und weitere Materialien kostenfrei zur Verfügung, u.a. für ambulante Praxen. Erklärvideos, Flyer und Broschüren, Infografiken und Unterrichtsmaterial für Fachkräfte, aber auch für Kinder und alle Interessierten, stellt die Website Klima Mensch Gesundheit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung. Medizinische Fachangestellte können beispielsweise auf eine vom Klinikum der Universität München erstellte Präsentation über Hitzeassoziierte Gesundheitsprobleme zugreifen und damit eine eigene Veranstaltung durchführen. Auch die Planetary Health Academy bietet verschiedene Bildungsformate.

Wer sich selbst für den Klima- und Gesundheitsschutz engagieren möchte, kann das in einer der bundesweit 40 for Future Gruppen tun. In dem Netzwerk Health for Future setzen sich Angehörige von Gesundheitsberufen für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ein.

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