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Nutzen Sie den Welt-Schlaganfalltag, um Ihre Patienten zu schützen

"Symptome verschwinden – Ursachen nicht!“ lautet das Motto des diesjährigen Welt-Schlaganfalltags am 29. Oktober. Motivieren Sie Ihre Patienten, Symptome immer abklären zu lassen. Jeder neurologische Ausfall kann ein Warnsignal sein, selbst wenn leichte Auffälligkeiten schnell wieder abklingen.

Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des Gehirns nicht mehr durchblutet. Plötzlich können starke Kopfschmerzen, Lähmungen, Taubheitsgefühle, Schwindel, Übelkeit und Sprachstörungen auftreten. Bei so einem akuten Notfall zählt jede Minute. Je schneller das Gehirn wieder mit Sauerstoff versorgt wird, desto besser lässt sich der Schaden begrenzen und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass keine Behinderungen bleiben. Daher der Begriff „time is brain“, zu Deutsch „Zeit ist Hirn“.
 

Sofort den Notruf 112 wählen

Bundesweit erleiden in Deutschland pro Jahr etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Er gilt als Volkskrankheit und ist die dritthäufigste Todesursache. Je älter der Mensch, desto höher das Risiko. Dabei unterscheidet die Medizin zwei verschiedene Arten:

  1. Der ischämische Schlaganfall wird durch ein Blutgerinnsel ausgelöst, das ein Gefäß im Gehirn verstopft. Dieses Gerinnsel kann sich in einem ganz anderen Körperteil gebildet haben. Über den Blutkreislauf ist es ins Gehirn gelangt. 80 % der Schlaganfälle sind ischämisch.
  2. Der hämorrhagische Schlaganfall geht auf ein geplatztes Gefäß im Gehirn zurück. Es entsteht eine Hirnblutung. Dem können ein Aneurysma oder ein Schädel-Hirn-Trauma vorausgegangen sein.
     

In jedem Fall sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Das gilt auch für eine transitorisch-ischämische Attacke (kurz: TIA), die oft nur Minuten dauert. Wer abwartet, ob Symptome wieder verschwinden, riskiert schwere gesundheitliche Folgen. Es droht ein manifester Schlaganfall. Vor allem während der ersten Welle der Corona-Pandemie mieden Betroffene häufig Arztpraxis oder Krankenhaus, weil sie Angst hatten, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren.
 

FAST-Test bei Schlaganfall-Verdacht

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe informiert Patienten und ihre Angehörigen über Akutbehandlung, Therapie, Rehabilitation und den Alltag nach einem Schlaganfall. Die FAST-Test App unterstützt Laien, einen Verdacht zu überprüfen. FAST steht für Face, Arms, Speech und Time, also für Gesicht, Arme, Sprache und Zeit. Drei Fragen genügen, um sichere Anzeichen eines Schlaganfalls festzustellen:

  • Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.
  • Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, ein Arm sinkt oder dreht sich.
  • Speech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.
    Sollte sich der Verdacht erhärten, gilt:
  • Time: Zögern Sie nicht, wählen Sie unverzüglich die 112 und schildern Sie die Symptome.
     

Für Patienten, die bereits einen Schlaganfall hatten, hält die Stiftung Kontaktdaten von fast 400 Selbsthilfegruppen bereit.

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