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Osteoporose – Die stille Gefahr der Knochenbrüche

Die Gesellschaft wird älter – und damit steigt auch die Zahl der Osteoporose-Fälle. Knochenschwund bleibt oft jahrelang unbemerkt, bis es zum Bruch kommt. Für die Praxen bedeutet das: einen höheren Beratungsbedarf bei den Patientinnen und Patienten, mehr Überweisungen zur Diagnostik und eine ganzheitliche Behandlung.

2,15 Millionen Menschen ab 35 Jahren litten im Jahr 2023 an Osteoporose, so der „Gesundheitsatlas Deutschland“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).  Besonders häufig betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren. Bei den über 90-jährigen Frauen lebten 29,2 % mit einer Osteoporose-Diagnose. 

 

Was ist Osteoporose? 

Osteoporose, im Alltag häufig als „Knochenschwund“ bezeichnet, ist eine systemische Skeletterkrankung, bei der sich Knochenmasse und Knochenstruktur abbauen, wodurch die Knochen insgesamt deutlich brüchiger werden. Diese Veränderung passiert schleichend über Jahre, bis das Knochengewebe so instabil ist, dass bereits geringe Belastungen zu Frakturen führen können. Typisch sind Brüche der Wirbelkörper, des Oberschenkelhalses oder des Handgelenks. Das kann dann sogar bei normalen Alltagsbewegungen passieren. Stürze verursachen häufig gleich mehrere Knochenbrüche.

 

Wen betrifft Osteoporose?

Osteoporose ist eng mit dem Alter verknüpft: Mit zunehmendem Lebensalter sinkt die Knochendichte, weil der normale Aufbau langsamer verläuft als der Abbau. Frauen sind besonders häufig betroffen, vor allem nach den Wechseljahren, wenn der östrogene Schutz der Knochen nachlässt. Auch Männer entwickeln mit steigendem Alter Osteoporose, wenn auch meist später und seltener. Weitere Risikofaktoren sind genetische Veranlagung, bestimmte Vorerkrankungen und Medikamente, ein niedriger Body-Mass-Index, Bewegungsmangel, Rauch- und Alkoholkonsum sowie Mangelernährung.

 

Was kann man vorbeugend tun?

Prävention beginnt früh: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D, regelmäßige körperliche Aktivität und der Verzicht auf Risikofaktoren wie Nikotin und übermäßigen Alkohol fördern die Knochenstabilität. Auch Gleichgewichts- und Sturzpräventionsprogramme können gerade bei älteren Menschen Frakturen verhindern. Aktivitäten zur Stärkung der Muskulatur helfen zusätzlich, Stürze zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten.

 

Wie wird Osteoporose diagnostiziert?

Da Osteoporose lange symptomlos verläuft, sind frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Die häufigste Methode zur Diagnose ist die Messung der Knochendichte mittels Dual-Energy-X-Ray-Absorptiometry (DXA). Ein DXA-T-Wert unter –2,5 gilt als diagnostisches Kriterium für Osteoporose. Frühere Knochenbrüche, die schon bei kleinen Belastungen oder harmlosen Stürzen entstanden sind, können ein Hinweis auf Osteoporose sein und sollten Anlass für weitere Untersuchungen geben.

 

Was heißt das für die Praxis?

Für ärztliche Praxen wird Osteoporose zunehmend zu einem relevanten Alltagsthema. Nicht nur, weil die Bevölkerung älter wird, sondern auch, weil Knochenbrüche im Alter häufig lange Behandlungsverläufe nach sich ziehen. Ein wichtiges Thema ist auch, die Osteoporose überhaupt zu erkennen. Auffällig sind oft Beschwerden, die zunächst unspezifisch wirken: Rückenschmerzen, eine abnehmende Körpergröße, ein Rundrücken oder Frakturen nach eigentlich harmlosen Belastungen können Hinweise auf eine beginnende Osteoporose sein.

Dabei nimmt auch der Beratungsbedarf zu. Viele Patientinnen und Patienten möchten wissen, wie sie Osteoporose vorbeugen bzw. wie sie behandelt wird. Auch die Sturzprävention wird zum Thema, denn bei Osteoporose entscheidet oft nicht nur die Knochenstabilität, sondern auch das Sturzrisiko darüber, ob es zu einer Fraktur kommt. Osteoporose betrifft damit nicht nur die Diagnosestellung, sondern zunehmend auch die langfristige Betreuung in der hausärztlichen Praxis. 

 

MT

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