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PVS unter Druck: Warum jede dritte Praxis über einen Wechsel nachdenkt

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) hat im Rahmen seines PVS-Monitorings 2025 über 95.000 ärztliche Praxen und Medizinische Versorgungszentren (MVZ) bundesweit nach ihrer Meinung befragt. Mehr als 3.200 vollständig ausgefüllte Fragebögen wurden schlussendlich ausgewertet.
Hohe Unzufriedenheit und deutliche Wechselgedanken
Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Unzufriedenheit mit Praxisverwaltungssystemen (PVS) ist noch immer weit verbreitet. Rund jede dritte Praxis denkt aktuell über einen Wechsel ihres PVS nach. Zwar ist dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, dennoch bleibt eine hohe Wechselbereitschaft.
Als wichtigste Gründe nannten die Befragten:
- Mangelnde Benutzerfreundlichkeit
- Häufige technische Fehler
- Unzureichender Support der Anbieter,
- Steigende Kosten für Wartung und Zusatzmodule
Warum wechseln Praxen dann nicht einfach? Der häufigste Grund liegt in der Sorge, dass die Daten nicht reibungslos übertragen werden können (44,8 %). Das würde einen hohen organisatorischen Aufwand für die Praxisteams bedeuten. Gleichzeitig gaben Teilnehmende mit PVS-Wechselerfahrung in der Befragung an, dass viele Befürchtungen sich in der Realität nicht bewahrheitet hätten. Mehrheitlich lief die Datenmigration ohne Datenverlust ab. Die Überführung der Praxis- und Patientendaten erfolgte mit angemessenem Aufwand.
Weitere Gründe, die Praxen von einem Wechsel abhalten: Befürchtung vor hohen Wechselkosten (39,5 %), Unsicherheit, zu welchem Modell gewechselt werden soll (38,2 %), und keine Kapazitäten, den Wechsel zu planen (33,9 %).
Fehleranfälligkeit als Belastungsfaktor
Ein weiteres Ergebnis der Studie betrifft die technische Zuverlässigkeit. Mehr als 80 % der Praxen gaben an, regelmäßig Probleme im Zusammenhang mit der Telematikinfrastruktur (TI) zu erleben. Besonders häufig genannt wurden:
- Fehler beim Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) (82 %)
- Verbindungsabbrüche zur TI (81 %)
- Störungen bei der Nutzung des eRezepts (71 %)
Benutzerfreundliche Systeme
Neben der allgemeinen Zufriedenheit hat das ZI auch die Benutzerfreundlichkeit der PVS mithilfe der System Usability Scale (SUS) erhoben. Die SUS ist ein standardisiertes Verfahren zur Bewertung der Bedienbarkeit von Software und reicht von 0 bis 100 Punkten.
Die fünf besten SUS-Werte hatten laut ZI-Auswertung folgende PVS:
- T2med (T2med)
- InterARZT (InterData Praxiscomputer)
- Praxis-Programm (MediSoftware Computersysteme für Ärzte)
- DURIA (Duria)
- PegaMed (Pega-Elektronik)
Diese Systeme wurden vor allem für ihre übersichtliche Struktur, logisch aufgebaute Masken und vergleichsweise einfache Einarbeitung gelobt.
Weiterempfehlungsrate
Würden Sie Ihr aktuelles PVS weiterempfehlen? Diese Frage beantworteten die Nutzer folgender Systeme besonders häufig mit „ja“.
- Praxis-Programm (MediSoftware Computersysteme für Ärzte)
- tomedo (Zollsoft)
- DURIA (Duria)
- T2med (T2med)
- PegaMed (Pega-Elektronik)
Die niedrigsten Werte erzielten CGM M1 PRO, TURBOMED und CGM MEDISTAR (alle CompuGroup Medical Deutschland)
Orientierungshilfe für Praxen
Das PVS-Vergleichsportal ist ein Angebot des ZI, das Praxen dabei hilft, ihr PVS besser einzuordnen. Grundlage sind die Erfahrungen anderer Praxisteams, die in regelmäßigen Befragungen ihre Praxissoftware bewertet haben.
Man kann u. a. nachsehen, wie andere Nutzerinnen und Nutzer ihr PVS einschätzen in Bezug auf Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit oder den Umgang mit häufigen Problemen wie eRezept oder TI.
Gerade wenn Sie als Praxisteam über einen Wechsel nachdenken, kann das PVS-Vergleichsportal hier eine erste Orientierungshilfe bieten.
MT
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