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Quereinstieg als MFA: Wie berufsfremde Kolleginnen und Kollegen das Praxisteam entlasten können

Wie aktuelle Studien belegen, ist das Gesundheitswesen bei Fachkräften, die sich beruflich neu orientieren möchten, derzeit die attraktivste Branche. Zahl-reiche vom Fachkräftemangel bedrohte Praxen haben diese Chance erkannt und suchen gezielt nach Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern, um ihre MFAs zu entlasten. Eine spezielle Weiterbildung kann den Start erleichtern – für die neue Fachkraft wie fürs Praxisteam.

Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger kommen oftmals aus dem Pflege- und Klinikbereich, aber auch aus Gastronomie und Hotellerie, aus dem Büromanagement oder anderen Branchen. Ein Großteil der Teilnehmenden am Fernlehrgang „Wiedereinstieg/Quereinstieg in das Tätigkeitsfeld der Medizinischen Fachangestellten“ ist älter als 45 Jahre. „Vielfältige Aufgaben parallel managen und priorisieren können, den Überblick bewahren und zugleich souverän, kompetent und einfühlsam mit Menschen umgehen zu können ist eine Kernkompetenz in diesem Beruf“, sagt Katrin Egenberger, Geschäftsführerin des PKV Instituts. Neben der Patientenkommunikation gehören Praxis- und Terminmanagement, Abrechnung, Datenschutz, Hygienemanagement, Praxismarketing, Medizinwissen und Notfallmanagement zu den Lerninhalten des 6-monatigen, nach AZAV zertifizierten und rein digitalen berufsbegleitenden Fernlehrgang. „Auch unser Fernlehrgang ist nicht gleichwertig mit der 3-jährigen Berufsausbildung zur Medizinischen Fachangestellten“, betont Egenberger: „Aber er ist sehr nah an der Praxis. Nach Abschluss können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele wichtige Tätigkeiten einer MFA ausüben, sie sind auf dem neuesten Stand beim Thema Abrechnung und insgesamt so gut auf die Arbeit in einer Arztpraxis vorbereitet, dass sie sich oftmals sehr schnell in den individuellen Praxisablauf einfinden und von Beginn an eine echte Unterstützung im Team sind.“ Mit der Digitalisierung, wachsenden bürokratischen Anforderungen und ständigen gesetzlichen Neuerungen haben MFAs schließlich mehr und mehr Verwaltungsaufgaben nebenbei zu stemmen, die nicht das tiefgehende medizinische Fachwissen erfordern, das MFAs in der 3-jährigen Ausbildung erwerben.  

Was Quereinsteigerinnen mitbringen müssen

„Wer in einer Arztpraxis erfolgreich arbeiten will, muss medizinisch interessiert sein, hervorragende Kommunikationsfähigkeiten mitbringen, sehr gut organisieren können, sorgfältig und verantwortungsbewusst, belastbar und durchsetzungsstark sein und zugleich sensibel und empathisch“, sagt Karola Bommer, Praxismanagerin in Thüringen. „Alles andere, etwa Prozesse im Praxisalltag und Fachwissen kann man sich aneignen, durch hochwertige Fortbildungen und durch learning-by-doing.“ Praxisteams, die eine Quereinsteigerin oder einen Quereinsteiger einstellen möchten, rät Bommer unbedingt, das potentielle neue Teammitglied zum Probearbeiten einzuladen: „Man muss einen authentischen Einblick in den Praxisalltag geben.“ In ihrer Praxis gehört mit Nicole Methner seit 2 Jahren eine Quereinsteigerin zum Team. Seit Januar nimmt sie am Fernlehrgang des PKV Instituts teil. „Ich finde es toll, dass sie die Fortbildung macht, sie wird dadurch noch mehr Sicherheit und Routine im Praxisalltag gewinnen.“ Schon heute können sie sich voll und ganz auf ihre Kollegin verlassen.

Die Einarbeitung gut planen und Verwaltungsaufgaben sinnvoll delegieren

Wer im Rahmen des Qualitätsmanagements bereits einen Fahrplan für die Einarbeitung neuer Teammitglieder hat, sollte diesen nicht unverändert für die Einarbeitung von Quereinsteigern verwenden, sondern einen eigenen Fahrplan erstellen. Ein gutes Qualitätsmanagement sei insgesamt wichtig für die Einarbeitung und auch den Einsatz von Quereinsteigerinnen: „Man muss die eigenen Prozesse sehr gut kennen, um verwaltungstechnische Aufgaben sinnvoll delegieren zu können. Manchmal müssen Prozesse auch angepasst und neu koordiniert werden, um die Patienten weiter wie aus einer Hand optimal zu betreuen“, so Bommer. Ein oder 2 erfahrene Teammitglieder sollten die Patenschaft übernehmen und immer ansprechbar für Fragen und Probleme sein. Eine planvolle Einarbeitung hilft der neuen Kollegin, sich tiefgehend mit den komplexen Praxisabläufen vertraut zu machen und Sicherheit zu gewinnen, so dass sie schon bald eigenständig und souverän handeln und eine echte Stütze werden kann. „Zeit muss man natürlich investieren“, sagt Bommer: „Aber wer diese Zeit in die neue Teamkollegin investiert und ihre Fortschritte bewusst miterlebt, wird selbst auch Vertrauen gewinnen und sich im eng getakteten Praxisalltag leichter tun, Aufgaben tatsächlich zu delegieren und damit auch Verantwortung abzugeben.“


Übrigens:

Wenn auch Ihr Team von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern unterstützt wird oder Sie fachfremde Bewerberinnen und Bewerber für Ihr Team interessieren wollen, kann ein Fernlehrgang, wie ihn das PKV Institut anbietet, die Eingliederung sehr gut unterstützen und Ihnen die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen oder Kollegen erheblich erleichtern.

Hier lesen Sie alle Informationen rund um den Fernlehrgang Wiedereinstieg/Quereinstieg in das Tätigkeitsfeld der medizinischen Fachangestellten.


Thema Abrechnung

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