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Zwölf besondere Nächte zwischen den Jahren

Die Tage zwischen Wintersonnenwende am 21. Dezember bzw. dem ersten Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) und dem 6. Januar werden Raunächte oder Rau(c)hnächte genannt. Für spirituelle Menschen sind sie besonders. Wer mag, nutzt die Zeit für innere Einkehr und Selbstreflexion.

Haarige Dämonen, mit Weihrauch geräucherte Ställe, Glöckcheneinkehr, Mondkalender, Geisterbeschwörung? Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, wo der Ursprung der Rauhnächte liegt und was sie bedeuten. Sie sind je nach Region unterschiedlich lang und werden unterschiedlich begangen. Alte Bauernregeln glauben, dass die Rauhnächte das Wetter für das kommende Jahr bestimmen. Bei Wikipedia finden sich diverse Erklärungen. Die Hamburger Künstlerin Birgit Hassel erklärt die Bedeutung der Rauhnächte so: 

„In der Mythologie unserer Ahnen – den Germanen – haben die Rauhnächte eine herausgehobene Bedeutung. Damals konnten sich die Menschen viele Naturphänomene nicht erklären. Und auch über den Wechsel der Jahreszeiten war nicht viel bekannt. Man glaubte also daran, dass im Mittwinter (also am kürzesten Tag des Jahres) die Sonne stirbt und anschließend wieder aufersteht und der Natur neues Leben einhaucht. Ein großes Feuer, das zur Wintersonnenwende entzündet wurde, war Ausdruck dieses Glaubens, der positiv in die Zukunft blicken ließ. Denn mit einem Sieg des Lichts über die Dunkelheit wuchs zugleich die Hoffnung auf bessere Zeiten: mehr Licht, mehr Wärme, längere Tage und die Rückkehr zu einem Leben mit weniger Entbehrungen und guten Ernten.“

In Griechenland und Südosteuropa glaubt man der Sage nach an die Kalikanzari. Die bösen Kobolde tauchen zur Wintersonnenwende für 2 Wochen auf und ärgern die Menschen, z B. indem sie in der Unterwelt am Weltenbaum sägen, was eine Gefahr für die Erde darstellt.

Im Baltikum, in Bulgarien, der Eifel und in den Ardennen erzählten sich die Leute, dass sich Zauberkundige im Pakt mit dem Teufel in Werwölfe verwandeln und Menschen und Tiere bedrohen würden. In den Alpen verschreckt man Unholde noch heute mit Feuerwerk.

In der Bretagne, in Wales und Schottland begaben sich unverheiratete Frauen im 19. Jahrhundert an einen magischen Ort. Zu den Rauhnächten erschien ihnen dort ihr künftiger Ehemann. Wer ihn ansprach oder sich nach ihm umdrehte, musste sterben.

Die wichtigsten Rauhnächte, Thomasnacht (20./21. Dezember, kürzester Tag des Jahres), Heiligabend (24./25. Dezember), Silvester (31. Dezember/1. Januar) und Dreikönigstag (5./6. Januar) verbrachten viele Menschen früher mit Fasten und Gebeten. Die Häuser mussten aufgeräumt sein. Wäscheleinen waren abzunehmen. Es durfte insbesondere keine weiße Wäsche auf der Leine hängen, damit diese nicht von Reitern gestohlen und später als Leichentuch benutzt werden konnte. Frauen und Kinder hatten sich nachts nicht mehr alleine im Freien aufzuhalten. Kartenspielen war verboten.

Egal, ob man alte Bräuche aus Gewohnheit oder aus Neugier praktiziert oder nicht – vor allem spirituell und ganzheitlich interessierte Menschen nutzen die als energetisch kraftvolle Zeit der Rauhnächte zum Entschleunigen, Reflektieren, Abschließen und Neustarten. Jede Rauhnacht steht für einen Monat des kommenden Jahres. Wer sich dafür interessiert, wird im Netz fündig. Es gibt unzählige Tipps und Anleitungen für Meditationen und Reflexionsübungen.
 

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In unserem Online-Magazin versorgen wir Sie auch zwischen den Jahren und bis Heilige Drei Könige mit Artikeln zu spannenden Themen:

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