

3 Praxistipps für ein lebendiges Qualitätsmanagement

Ein gepflegtes Qualitätsmanagement hat Vorteile für alle Seiten: Patientinnen und Patienten werden optimal versorgt und fühlen sich sicher. Wartezeiten und unklare Situationen werden reduziert. All das trägt zu höherer Zufriedenheit bei. Auch das Praxisteam profitiert: Mehr Sicherheit im Arbeitsalltag, klare Zuständigkeiten, bessere Kommunikation, weniger Konflikte und mehr Motivation. Doch schon aus Zeitgründen tun sich viele Praxisteams schwer, das Thema gründlich anzugehen. Dabei spart ein funktionierendes QM auf lange Sicht Zeit, wie Iris Schluckebier erklärt. Sie gibt Praxisteams 3 Tipps, um vom Wissen ins Handeln zu kommen:
1. Digitalisierung und KI clever nutzen
Nutzen Sie spezielle QM-Software oder Ihr praxiseigenes Intranet. So haben alle Mitglieder des Praxisteams gesicherten Zugriff auf sämtliche Informationen. Nach entsprechender Schulung können Sie KI nutzen, um Checklisten, Arbeitsanweisungen und Videos zu erstellen.
2. Zuständigkeiten festlegen
Qualitätsmanagement ist eine Teamaufgabe. Jedes Teammitglied ist in dem Bereich, in dem es Expertise hat, für das Qualitätsmanagement zuständig – z. B. Labor, Hygiene oder Empfang. Diese Fäden sollten bei der oder dem Qualitätsmanagementbeauftragten zusammenlaufen. Sie oder er ist federführend für das QM der Praxis zuständig.
3. Qualitätsmanagement lebendig halten
Ein „fertiges“ Qualitätsmanagement gibt es nicht: Den Ist-Zustand analysieren, Verbesserungen planen (plan) und umsetzen (do), Verbesserungen messen (check), den neuen Weg etablieren (act) und auch diesen neuen Ist-Zustand laufend prüfen – das ist lebendiges Qualitätsmanagement. In jeder Teambesprechung sollten 10 Minuten fürs QM reserviert sein: Was hat sich seit der letzten Besprechung im QM geändert? Wo sieht das Praxisteam aktuell Verbesserungsbedarf oder -potenzial?
Im sogenannten PDCA-Zyklus, d. h. Plan-Do-Check-Act, werden Abläufe in der Praxisorganisation kontinuierlich verbessert – und oft auch zum ersten Mal überhaupt präzise analysiert. „Auch mit Blick auf KI und Digitalisierung ist es extrem wichtig, seine Prozesse zu kennen“, sagt Iris Schluckebier: „Denn nur, wer seine Prozesse kennt und exakt beschreibt, kann Teilaufgaben sinnvoll an KI und digitale Tools auslagern.“
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