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Der Hype um Supplements: Wie gut helfen sie wirklich?

Die sozialen Medien sind voll mit Werbung für moderne Nahrungsergänzungsmittel. Längst geht es nicht mehr nur um Vitamin C und Magnesium. Besonders beliebt sind derzeit alle Produkte, die zu Vitalität und Attraktivität beitragen sollen, wie Kreatin oder Hyaluron. Doch auch gesundheitliche Aspekte sollen sich verbessern, z. B. durch Curcumin, Ashwagandha oder L-Tryptophan.
Werbung kritisch sehen
Viele Influencer zeigen beeindruckend gut gefüllte Medikamentenboxen, welche die zahlreichen Supplements enthalten, die angeblich jeden Tag eingenommen werden. Zwar klingen die Erfahrungsberichte dazu vielversprechend, doch viele dieser Effekte sind individuell, wissenschaftlich nicht eindeutig belegt oder werden in der Werbung übertrieben dargestellt. Konkrete Angaben zu Dosierung oder Nebenwirkungen fehlen häufig. Die meisten Wirkstoffe wirken zudem höchstens unterstützend und ersetzen weder ausgewogene Ernährung noch Schlaf, Bewegung oder medizinische Beratung. Wer Supplements nutzen möchte, sollte daher genau hinsehen, bevor er etwas einnimmt.
Ashwagandha
Ashwagandha (auch Schlafbeere, indischer Ginseng oder Winterkirsche) ist ein Bestandteil der ayurvedischen Medizin und wird häufig als pflanzlicher Stressregulator beworben. Einige Menschen berichten von mehr Ruhe und besserem Schlaf, andere spüren wenig oder keine Wirkung. Als Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen beschrieben. Einige Untersuchungen bringen Ashwagandha in Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen und Leberschädigungen.
Hyaluron
Hyaluron soll von innen heraus den Körper hydratisieren. Das soll vor allem die Gelenkgesundheit unterstützen und gegen andere Auswirkungen von zu viel Trockenheit beitragen, z. B. die Schleimhäute feucht halten. Auch das Hautbild soll glatter und faltenfreier werden. Da die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen gering ist, kann sich ein Versuch lohnen.
Kreatin
Kreatin dient der Muskelkraft, denn es versorgt die Muskeln mit schnell verfügbarer Energie. Daher ist es besonders unter Bodybuildern und Leistungssportlern beliebt. Zudem soll es für Veganer und bei bestimmten Muskelerkrankungen unterstützend sein. Alle anderen benötigen dagegen kein zusätzliches Kreatin. Als Nebenwirkungen sind Wassereinlagerungen und Verdauungsprobleme bekannt. Wer unter Nierenerkrankungen leidet, sollte auf Kreatin verzichten.
Spirulina
Spirulina wird häufig als „Superfood“ bezeichnet, weil die Mikroalge viele Vitamine, Mineralstoffe und Proteine enthält. Deshalb soll sie bei vielen Erkrankungen hilfreich sein, darunter Bluthochdruck, Fibromyalgie und Krebs. Die Verbraucherzentrale warnt davor, diesen Versprechungen zu viel Bedeutung beizumessen. So könne z. B. das enthaltene Vitamin B12 vom Menschen gar nicht aufgenommen werden. Zudem könnte das Algenprodukt Schadstoffe enthalten. Wechselwirkungen mit Medikamenten seien möglich.
L-Tryptophan
L-Tryptophan ist die Vorstufe von Serotonin, dem Hormon, das für die Stimmung verantwortlich ist. Dementsprechend soll es bei depressiven Verstimmungen helfen. Zudem soll es leicht schmerzlindernd und schlaffördernd wirken. Manche Menschen profitieren tatsächlich davon, andere merken keinen Unterschied. Schläfrigkeit und Übelkeit sind möglich. Besonders vorsichtig sollten Personen sein, die Antidepressiva einnehmen, da in seltenen Fällen das Serotonin-Syndrom ausgelöst werden kann.
Kurkuma
Der Wirkstoff Curcumin wird schon seit einigen Jahren als antioxidativ und entzündungshemmend beworben. Obwohl einige Studien vielversprechend wirken, ist die Gesamtlage noch uneinheitlich. Das betont auch die Verbraucherzentrale. Kurkuma kann den Magen reizen und sollte bei Gallenproblemen, schweren Erkrankungen wie Krebs oder der Einnahme bestimmter Medikamente nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden. Auch hier gilt: Der tatsächliche Nutzen wird oft überschätzt.
MT
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