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Teilzeit: PKV-Instituts-Umfrage zeigt Hauptgrund für Stundenreduzierung

Wie wird die deutsche Wirtschaft wieder stabiler? Das fragen sich derzeit viele Politiker und Wirtschaftsexperten und nehmen dabei u. a. auch das Recht auf Teilzeit unter die Lupe (wir berichteten). Dabei fielen Begriffe wie „Lifestyle-Teilzeit“, was auch für viele Beschäftigte im Gesundheitswesen völlig an der Alltagsrealität vorbeigeht.
Teilzeit fester Bestandteil der Praxen
In vielen Praxen ist der Anteil an Teilzeitkräften hoch. Wie Teilzeit konkret aussieht, zeigt auch eine aktuelle Umfrage unter MFAs und ZFAs des PKV-Instituts. Rund 350 Teilnehmer machten Angaben zu ihrer aktuellen Jobsituation. Davon arbeiten
- 35 % in zahnärztlichen Praxen
- 34 % in hausärztlichen Praxen
- 26 % in fachärztlichen Praxen
- 5 % in kinderärztlichen Praxen
Das zeigt: Teilzeit betrifft nicht nur einzelne Fachbereiche, sondern ist in nahezu allen Praxisformen präsent.
Vielfältige Stundenmodelle
Teilzeit bedeutet nicht automatisch „halbtags“. Die Wochenarbeitszeiten reichen oft von wenigen Stunden bis knapp unter Vollzeitniveau. In der PKV-Umfrage zeigen sich folgende Ergebnisse:
- 37 % arbeiten 31 bis 39 Stunden
- 32 % arbeiten 21 bis 30 Stunden
- 18 % arbeiten bis zu 20 Stunden
- 13 % arbeiten 40 Stunden
Dass diese Arbeitszeitmodelle aus sogenannten „Lifestyle-Gründen“ gewählt werden, weist der Verband medizinischer Fachberufe (vmf) in einem aktuellen Statement entschieden zurück. Der Hauptgrund liege nicht in mangelnder Arbeitsmoral, sondern darin, dass viele Beschäftigte berufliche und familiäre Verantwortung miteinander vereinbaren müssten. Teilzeit sei daher vor allem für die vielen weiblichen Beschäftigten in diesem Berufsfeld kein Lifestyle, sondern Arbeitsrealität.
Das zeigt sich auch in der PKV-Instituts-Umfrage:
57 % der Befragten gaben „Kinderbetreuung“ als Grund für die Teilzeitarbeit an. Dagegen wählen nur 23 % das Teilzeitmodell wegen der individuellen Work-Life-Balance. 17 % können aus gesundheitlichen Gründen und der eigenen Belastbarkeit nicht länger arbeiten, 3 % pflegen Angehörige.
Alltagsbelastungen würdigen
Der vmf betont: die Arbeitsleistung eines jeden Einzelnen misst sich zudem nicht in den täglichen Anwesenheitsstunden, sondern im Tun der täglichen Leistung.
Es sei eine Spitzenleistung von teilzeitarbeitenden Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen, neben ihrem Beruf auch noch die Kinderbetreuung, die Pflege, den Haushalt und den sonstigen Alltag zu stemmen. Nicht außer Acht gelassen werden sollte auch die weit verbreitete ehrenamtliche Arbeit, die viele Arbeitnehmende zusätzlich zum Job leisten würden. All diese Faktoren würden ebenfalls die Gesellschaft entlasten. Es sei respektlos, diesen Menschen immer wieder vorzuwerfen, „wie faul sie doch seien“, und dass sie zu hohe Ansprüche hätten.
Die Gesundheit, die Wahrung fairer Arbeitsbedingungen und die Wertschätzung des Engagements der Beschäftigten im Gesundheitswesen müssten oberste Priorität haben.
Die Rolle der Arbeitgebenden
Ein weiterer Faktor würde von Seiten der Politik und Wirtschaft völlig außer Acht gelassen, so der vmf. Oftmals würden nur Stellen in Teilzeit und keine Vollzeitstellen von den Praxen angeboten.
Die PKV-Instituts-Umfrage zeigt, dass viele Arbeitgebende flexibel bei der Teilzeitarbeit sind. 48 % der Befragten beurteilten ihre Vorgesetzten als sehr flexibel, immerhin 38 % noch als flexibel. Lediglich bei 6 % wäre keine Teilzeitarbeit erwünscht.
MT
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