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Wenn MFAs den Bewerbungsprozess für neue Kolleginnen organisieren, ergeben sich viele Vorteile

Stellen Sie sich vor, dass Sie als MFA – auch wenn Sie nicht die Praxismanagerin sind – maßgeblich darüber entscheiden können, wer Ihre neue Kollegin wird. Sie schreiben die offene Stelle aus, sichten die Bewerbungsunterlagen, führen die Gespräche und schlagen Ihrem Chef oder Ihrer Chefin schließlich vor, wer die Stelle bekommen soll. Unmöglich? Eine Praxis aus Emden macht es vor.

Das Team der Hausarztpraxen am Ärztehochhaus in Emden macht einen sehr zufriedenen Eindruck. Zufall? Es könnte damit zusammenhängen, dass hier zwei MFAs dafür zuständig sind, offene Stellen zu besetzen und Auszubildende zu finden. Den Bewerbungsprozess zu organisieren beinhaltet zunächst Tätigkeiten, die nicht für jede MFA selbstverständlich sind. Der Kontakt zur Agentur für Arbeit, das Verbreiten von Stellenanzeigen über Social Media und das Führen von Vorstellungsgesprächen gehören nicht für jede Kollegin zum Praxisalltag. Die Agentur für Arbeit unterstützt jedoch jeden Arbeitgeber bei der Suche nach neuem Personal. Auch hilft es, sich bei den ersten Stellenausschreibungen viel Zeit zu lassen, um Bewerberinnen in Ruhe kennenzulernen und lieber noch einmal nachzufragen, bevor eine schnelle Entscheidung getroffen wird. Letztendlich kann jede MFA auf etwas vertrauen, das sie in ihrem Beruf täglich trainiert: ihr Bauchgefühl.
 

Win-win-win-Situation

In der Praxis in Emden liegt etwa 70 % der Entscheidung über eine neue Kollegin bei den MFAs, 30 % übernehmen die beiden Ärzte. Das gesamte Praxisteam stellte schnell fest, dass drei Seiten davon profitieren, wenn MFAs neue Kolleginnen suchen:

  • Die MFAs: Das Team kann realistisch beurteilen, wer am besten in seine Mitte passt. Es muss schließlich am meisten mit der neuen Kraft zusammenarbeiten. Außerdem kennt es die Aufgaben einer MFA aus dem Effeff. Wer könnte also besser die Fragen für ein Vorstellungsgespräch vorbereiten und typische MFA-Patienten-Situationen vorgeben?
  • Die Praxisinhaber: MFAs arbeiten lieber in einer Praxis, in der sie viel mitentscheiden können, als in einer Praxis, in der sie wenig gefragt werden. Das erhöht die Arbeitszufriedenheit, was wiederum gut für die Leistungsfähigkeit einer Praxis ist. Je besser die Praxis läuft, desto eher können die Ärzte sich um ihre Patienten kümmern. Auch spricht sich herum, in welcher Praxis eine gute Atmosphäre herrscht. Das wiederum erleichtert es den Ärzten, gutes Personal zu finden.
  • Die Bewerberinnen: Sie sind in der Regel froh, wenn sie das Vorstellungsgespräch nicht sofort mit einem Arzt führen müssen. Im Gespräch mit einer MFA fühlen sie sich oft weniger nervös und können entspannter zeigen, was sie wissen.

 

Teamgeist ist die wichtigste Voraussetzung

Eines muss in einer Praxis allerdings stimmen, bevor MFAs mit der Suche nach neuen Kolleginnen beginnen: der Teamgeist. Praxisteams, die untereinander zerstritten sind oder in denen sich Grüppchen bilden, können die Verantwortung nicht übernehmen. Zu groß ist das Risiko, dass die neue Kollegin von einer Fraktion akzeptiert wird, von der anderen jedoch nicht. Das hätte sie nicht verdient!

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